Nebenlager

Siehe Karte der Nebenlager
wurde im Dorf Kunnerwitz (Deutschland), etwa 9 Km von Görlitz entfernt, errichtet. wurde in der Ortschaft Görlitz (Deutschland), im Biesnitzer Grund errichtet. wurde auf dem Betriebsgelände Waggon- und Maschinenfabrik in Bautzen (Deutschland) errichtet. wurde in der geschlossenen Tuchfabrik Nosske & Co. in Kamenz  (Sachsen,  Deutschland) errichtet. wurde am Stadtrand Niesky (Deutschland) in der Nähe eines Waldes errichtet. wurde in der Ortschaft Klein Radisch bei Klitten (Sachsen, Deutschland) errichtet. wurde in Dorf Brandhofen (heute Spohla, in Sachsen, Deutschland) errichtet. wurde in der Ortschaft Gross-Koschen (Sachsen, in Deutschland) errichtet. wurde in der Ortschaft Weisswasser (Deutschland) errichtet. wurde beim Gebäudekomplex der Textilfirma Löw-Beer in Brünnlitz (Brnenec, in Tschechen) errichtet. wurde in der Ortschaft Grulich (Kŕaliky, in Tschechen) in der Nachbarschaft der Firmenbetriebe – Fahrzeug und Motorenwerke errichtet. wurde am Ortsrand von Langenbielau (poln. Bielawa), (heute: Wysokastraße)  errichtet. wurde auf dem Gelände zwischen Langenbielau (poln. Bielawa) und Reichenbach (poln. Dzierżoniów) errichtet. wurde in einem Palast in Peterswaldau (poln. Pieszyce) errichtet. wurde 6 Km von der Stadt Brieg (poln. Brzeg) in der Nähe des Dorfes Pampitz (poln. Pępice) errichtet. wurde in der Ortschaft Mährisch Weisswasser (Bila Voda, in Tschechien) errichtet. wurde in einem Gebäude am Ortsrand von Grafenort (poln. Gorzanów) errichtet. wurde entlang des Wegs zwischen Sackisch (poln. Zakrze) und Bad Kudowa (poln. Kudowa Zdrój) errichtet. wurde in der Ortschaft St. Georgenthal (Jiřetin, in Tschechien), auf dem Betriebgelände Anton Schulze Jr. errichtet. wurde in der Ortschaft St. Georgenthal (Jiřetin, in Tschechien) errichtet. wurde in der Ortschaft Klein Schönau (poln. Sieniawka), östlich vom Zentrum Zittau, errichtet. in der Ortschaft Niederoderwitz (Sachsen, Deutschland) errichtet. wurde in der Ortschaft Rennensdorf (Sachsen, Deutschaland) errichtet. wurde in der Ortschaft Gablonz (Jablonec, in Tschechen), auf dem Fabrikgelände Feinapparatenbau GmbH errichtet. wurde wahrscheinlich in der Ortschaft Klein Schönau (Zittaus Umgebung, in Deutschland) errichtet. wurde in der Ortschaft Kratzau (Chrostava, in Tschechien) errichtet. wurde in der Ortschaft Morchenstern (Smržovka, in Tschechien) errichtet. wurde in der Nähe der Betriebe GETEWENT in Reichenau (Rychnov, in Tschechien) errichtet. wurde in Ober Hohenelbe (Hořejši Vrchlabi, in Tschechien), an der Landstraße von Vrchlabi nach Spindlerovy Młyn errichtet. wurde in der Ortschaft Ober Altstadt (Hořejši Staré Město, in Tschechien) errichtet. wurde auf dem Fabrikgelände im nördlichen Teil Parschnitz (Pořiči, in Tschechien) errichtet. wurde in der Nähe der Ortschaft Gabersdorf (Libeč, in Tschechien) errichtet. wurde am Ortsrand von Mittelsteine (poln. Ścinawka Średnia) errichtet. wurde im Tal am Stadtrand Ludwigsdorf (poln. Ludwikowice Kłodzkie) errichtet. Kompleks Riese - zobacz filie wurde in der Nähe oder auf dem Gelände der Textilindustrie in Wüstegiersdorf (poln. Głuszyca) errichtet. wurde auf dem Betriebgelände Bühl und Sohne in Schatzlar (Žacléř, in Tschechien) errichtet. wurde in der Ortschaft Halbstadt (Mezimesti, in Tschechien) errichtet. wurde zwischen den Betrieben: Etrich und Berko in Bernsdorf (Bernartice, in Tschechen) errichtet. wurde ungefähr 1 Km von der Stadt  Friedland (poln. Mieroszów) an der Chaussee aus Waldenburg (poln. Wałbrzych) errichtet. wurde in der Nähe der Ortschaft Nimptsch (poln. Niemcza) errichtet. wurde in der Ortschaft Reichenbach (poln. Dzierżoniów) errichtet. wurde in der Vorstadt des Stadtparks von Waldenburg (poln. Wałbrzych), im Hainstadtviertel (heute Gaj – ein Stadtteil von Wałbrzych) errichtet. wurde am Hang des Berges in der Nähe des Schlosses Fürstenstein (poln. Książ) bei Waldenburg (poln. Wałbrzych) errichtet. wurde außerhalb der Kleinstadt Liebau (poln. Lubawka), zum Teil in den ehemaligen Kasernengebäuden, errichtet. wurde in Landeshut (poln. Kamienna Góra) zwischen der Bahnlinie und dem Fluss Bober errichtet. wurde in der Leinenwerke Kramsta-Methner und Frahne AG in Merzdorf (poln. Marciszów) errichtet. wurde außerhalb der Stadt Freiburg (poln. Świebodzice) errichtet. wurde in der Ortschaft Gräben (poln. Grabina, heute ein Stadtteil von Strzegom), in unmittelbarer Nachbarschaft der Flachswerken Falke errichtet. wurde in der Vorstadt Bolkenhain (poln. Bolków) auf der kleinen Anhöhe, dem sog. „Richardsberg“ errichtet. wurde auf dem Gebiet des Tbc-Sanatoriums in der Ortschaft Buchwald (poln. Bukowiec) errichtet. wurde in der Ortschaft Zillerthal-Erdmannsdorf (poln. Mysłakowice) errichtet. wurde in unmittelbarer Nähe der Produktionshallen der Dorries-Füllner Werke in Bad Warmbrunn (poln. Cieplice Zdrój) errichtet. wurde am Ufer des Flusses Bober umweit der ausgebauten Zellwollenwerke in Hirschberg (poln. Jelenia Góra) errichtet. wurde am Ortsrand von Gräflich-Röhrsdorf (poln. Skarbków bei Mirsk) errichtet. wurde in der Ortschaft Geppersdorf (poln. Milęcice) bei Löwenberg in Schlesien (poln. Lwówek Śląski) errichtet. wurde im Ort Hartmannsdorf (poln. Miłoszów bei Leśna) errichtet. wurde in der Ortschaft Geppersdorf (poln. Milęcice) bei Löwenberg in Schlesien (poln. Lwówek Śląski) errichtet. wurde im Gebäude von Concordia Spinnerei und Weberei Werken in Bunzlau (poln. Bolesławiec), an der damaligen Concordiastraße (heute: Orlastraße) errichtet. wurde auf dem Betriebgelände Holzindustrie Hubert Land-Werke in Bunzlau (poln. Bolesławiec), an der damaligen Menzelstraße 2 (heute: Staroszkolnastraße 18) errichtet. wurde in Wiesau bei Bunzlau (poln. Wizów bei Bolesławiec) errichtet. wurde in der Nähe des Dorfes Aslau (poln. Osła), ungefähr 16 Km von Bunzlau (poln. Bolesławiec) errichtet. wurde am Waldrand in der Nähe der Ortschaft Kittlitztreben (poln. Trzebień) bei Bunzlau (poln. Bolesławiec) errichtet. wurde in der Ortschaft Rauscha (poln. Ruszów) errichtet. wurde auf einer Waldlichtung des Dorfes Gräflich-Zeisau (poln. Czyżówek) nahe des Ortes Halbau (poln. Iłowa) errichtet. wurde etwa 1 Km von der Ortschaft Gassen (poln. Jasień) errichtet. wurde in einem Wald nahe des Ortes Guben (poln. Gubin) errichtet. wurde in einem Waldgebiet in der Nähe von Christianstadt (poln. Krzystkowice) errichtet. wurde in einem Wald  in der Nähe Schertendorf (poln. Przylep) bei Grünberg (poln. Zielona Góra) errichtet. wurde in den alten Fabrikgebäuden Deutsche Wollwaren Manufaktur in Grünberg (poln. Zielona Góra) errichtet. wurde auf dem Fabrikgelände Deutsche Wollwaren Manufaktur in Grünberg (poln. Zielona Góra) errichtet. wurde in der Nähe der Fabrik Gruschwitz Textilwerke AG in Neusalz (poln. Nowa Sól) errichtet. wurde in Schlesiersee (poln. Sława Śląska) im östlichen Vorwerk „Neue Vorwerk“ errichtet. wurde in der Nähe Pürschkau (poln. Przybyszów) im westlichen Vorwerk, genannt „Bänisch”, errichtet. wurde auf dem Gebiet der ehemaligen Anstalt für Geistkranke in Treskau (poln. Owińska) errichtet. wurde in Hochweiler, im Kreis Militsch (poln. Wierzchowice, im Kreis Milicz) errichtet. wurde in einem Wald zwischen den Dörfern Sulau (poln. Sułów) und Birnbäumel im Kreis Militsch (poln.  Gruszeczka  im Umkreis  Milicz) errichtet. wurde in der Ortschaft Kurzbach, Kreis Militsch (poln. Bukołowo) errichtet. wurde zirka 1 Km von Anorgana Werken in der Ortschaft Dyhernfurth (poln. Brzeg Dolny) in einem Kieferwäldchen errichtet. wurde auf dem Fabrikgelände Anorgana in der Ortschaft Dyhernfurth (poln. Brzeg Dolny)  errichtet. wurde an der Eisenbahnliniengabelung von Miłoszyce nach Wrocław durch Nadolice Wielkie und von Miłoszyce bis Wrocław durch Czernica errichtet. wurde nicht unweit der Werkshallen im Stadtviertel Breslau Hundsfeld (poln. Wrocław – Psie Pole) errichtet. wurde auf dem Betriebengelände Linke-Hoffmann-Werke in Breslau (poln. Wrocław, PAFAWAG Werke) errichtet. wurde auf dem Fabrikgelände Famo-Werke in Breslau (poln. Wrocław, DOLMEL Werke) errichtet. wurde in der Nähe SS-Kasernen im Stadtviertel Breslau-Lissa (poln. Wrocław-Leśnica, in der gegenwärtigen Trzmielowickastraße) errichtet.

Aslau

AL Aslau wurde Mitte Juli 1944 im Wald, in der Nähe des Dorfes Aslau (poln. Osła), ungefähr 16 Km nordwestlich von Bunzlau (poln. Bolesławiec) eingerichtet. Im Lager gab es etwa 616 Häftlinge, zum größten Teil Polen (89%), aber auch Bürger der UdSSR (7,5%), Franzosen, Deutsche, Italiener, dazu auch ein Tscheche, ein Jugoslawe und ein Spanier. Während der Lagerbestehung und der Evakuierung kamen mindestens 90 Personen ums Leben.
Gleich nach der Ankunft der Häftlinge arbeiteten sie bei der Lagereinrichtung. Danach wurden sie in drei Arbeitskommandos aufgeteilt, die von der Firma Concordia-Werk aus Bunzlau bei der Jagdflugzeugmontage vom Typ Focke – Wulf beschäftig waren; die Arbeit fand in den Hallen auf dem Flughafen statt, zirka 3-4 Km vom Lager entfernt.
Am 10. Februar 1945 wurden die Häftlinge zu Fuß nach Nordhausen, in das Außenlager des KL Mittelbau evakuiert, wo sie am 16. März 1945 eintrafen.
Kranke uns marschunfähige Häftlinge blieben im Lager und sie wurden am 10. Februar 1945 von sowjetischen Soldaten befreit.

Bad Warmbrunn

AL Bad Warmbrunn entstand im Oktober/November 1944. Es wurde in unmittelbarer Nähe der Produktionshallen der Dorries-Füllner Werke in Bad Warmbrunn (poln. Cieplice Zdrój) errichtet. Im Lager waren ungefähr 600-800 Männer jüdischer Herkunft, die größtenteils aus Polen und Ungarn aber auch aus Belgien, Holland, Griechenland und Tschechoslowakei stammten. Die Häftlinge waren in dem auf die Rüstungsproduktion umgestellten Betrieb der Papiermaschinen Dorries-Füllner beschäftigt. Ein Teil der Häftlinge arbeitete schon seit einigen Monaten im Betrieb, als sie noch – vor der Lagererrichtung am Ort – vom AL Hirschberg gebracht wurden. Hergestellt im Betrieb wurden Kanonen (oder Kanonenteile) und Munition. Aufgrund der seit einigen Monaten herrschender Typhusepidemie stieg die Sterblichkeit im Lager sehr; nach der Meinung des Arztes Arnold Mostowicz konnten sogar bis 400 Häftlinge sterben.
Den ersten Versuch der teilweisen Lagerevakuierung unternahm man im Februar 1945. Eine Gruppe von etwa 100 Häftlingen wurde vom Lager in die nordwestliche Richtung deportiert und nach Gryfów Śląski gebracht. Jedoch, nach zwei Tagen wurden diejenigen, die den erschöpfenden Marsch überlebten, zurück nach Bad Warmbrunn beordert. Mitte April 1945 wurden die meisten Häftlinge in das AL Riese evakuiert.

Bautzen

AL Bautzen wurde im Oktober 1944 auf dem Betriebsgelände Waggon- und Maschinenfabrik in Bautzen (Deutschland) errichtet. Im Lager waren mindestens 600 Männer verschiedener Nationalität inhaftiert. Die größte Häftlingszahl stammte aus Polen, kleinere Häftlingsgruppen bildeten Russen, Tschechen, Franzosen, Belgier, Italiener, Jugoslawer und Deutsche. Es gab auch einen Schotten, einen Österreicher und einen Zigeuner. Im April 1945 wurden hier noch etwa 100 Häftlinge jüdischer Herkunft gebracht, die aus dem KL Buchenwald evakuiert waren. Die Mehrzahl der Häftlinge war bei der Herstellung Waggons in der Waggon- und Maschinenfabrik AG beschäftigt. Die kleineren Gruppen der Gefangenen arbeiteten im bei der Waggonfabrik bestehenden Reparaturbetrieb, außerdem beim Lagerausbau, bei den Transport- und Ladearbeiten sowohl auf dem Lagergelände als auch auf dem Bahnhof.
Im Februar 1945, gleich nach der Betriebeinstellung, war ein Teil der Häftlinge zu den Befestigungsbauarbeiten rund um die Stadt Bautzen beschäftigt. Die Sterblichkeit im Lager war sehr hoch; mindestens 310 Häftlinge erlebten nicht ihre Freiheit.
Am 19. April 1945 wurden alle marschfähige Häftlinge in die Südrichtung getrieben. Die Kolonne traf zu Fuß zum Nixdorf (Mikulasovice, in Tschechen) ein, wo die Häftlinge am 8. Mai 1945 von polnischen Soldaten befreit wurden.
Im Revier des AL Bautzen blieben ungefähr 100 kranke Häftlinge, die am 20. April 1945 von sowjetischen Soldaten befreit wurden.

Bernsdorf

FAL Bernsdorf war gelegen etwa 300 Meter von der Landstraße Trautenau-Königshau, zwischen den Betrieben: Etrich und Berko in Bernsdorf (Bernartice, in Tschechen). Es entstand im März 1944, in Folge der Übernahme des Zwangsarbeitslagers für Juden der sog. Organisation Schmelt. Im Lager gab es ungefähr 425 Frauen jüdischer Herkunft (Stand von 1944/1945), die größtenteils aus Polen, Ungarn, Tschechen, Slowakei und Deutschland stammten. Im Lager starben 4 Jüdinnen aus Polen. Die Frauenhäftlinge arbeiteten im Textilbetrieb Johann Etrich KG bei Fertigung der Säcke, und am Kriegsende beim Bau der Schützengraben.
Das Lager wurde am 8. bzw. 9. Mai 1945 von der Roten Armee befreit.

Birnbäumel

AL Birnbäumel wurde Ende Oktober 1944 in einem Wald zwischen den Dörfern Sulau (poln. Sułów) und Birnbäumel im Kreis Militsch (poln. Gruszeczka im Umkreis Milicz) eingerichtet. Im Lager befanden sich Frauen, die am 22. bzw. 27. Oktober 1944 mit einer Gruppe von 1000 Personen aus dem KL Auschwitz gebracht wurden. Die Frauenhäftlinge waren jüdischer Abstammung. Das Lager sollte die Voraussetzungen der geheimen Aktion „Barthold” vollziehen, deren Ziel die Sicherung Niederschlesiens und Breslau vor der heranrückenden Front war.
Die Frauen bauten Schanzen und Schützengraben. Die Ausführung der Arbeiten wurde durch das Unternehmen Barthold beaufsichtigt, dessen Generalstab sich in Kraschnitz bei Hochweiler befand. Die genaue Zahl der Toten im Lager ist unbekannt. Quellenmaterial fußend wurde Exekution einer der Frauenhäftlinge bestätigt, die für einen Fluchtversuch zum Tode durch den Strang verurteilt wurde. Das Urteil wurde am 17. November 1944 vollzogen.
Am 23. Januar 1945 begann die Lagerevakuierung. Etwa 20 Frauen trennten sich von der Marschkolonne und blieben in Birnbäumel zurück, wo sie befreit wurden. Die anderen Frauen wurden zu Fuß in das Hauptlager getrieben und von dort nach Bergen-Belsen gebracht.

Bolkenhain

AL Bolkenhain wurde im August 1944 in der Vorstadt Bolkenhain (poln. Bolków) auf der kleinen Anhöhe, dem sog. „Richardsberg“ errichtet. Im Lager waren ungefähr 800 Männer jüdischer Herkunft, die vorwiegend aus Polen, Ungarn und einigen Dutzend aus Griechenland stammten. Die meisten Häftlinge waren in den Betrieben Vereinigte Deutsche Metallwerke bei der Produktion von Flugzeugsteilen beschäftigt. Darüber hinaus waren die Lagerinsassen bei Rodung sowie Straßenbau eingesetzt. Die genaue Opferzahl bleibt unbekannt; man schätzt jedoch, dass im Lager sogar etwa 200 Personen ums Leben kamen.
AL Bolkenhain wurde Mitte Februar 1945 aufgelöst. Die im Revier gebliebenen kranken Häftlinge wurden getötet, die anderen ungefähr 500 Personen zu Fuß in das Lager in Hirschberg (poln. Jelenia Góra) getrieben. Man selektierte da nächste aus einigen Dutzend bestehende Krankengruppe, die ins nahe gelegene Lager in Bad Warmbrunn deportiert wurde. Die übrigen Häftlinge aus Bolkenhain und Hirschberg wurden zu Fuß nach Reichenau (Rychnov, in Tschechien) und nachher mit der Bahn nach Buchenwald evakuiert.

Brandhofen

AL Brandhofen entstand am 1. März 1945, als eine aus dem AL Niesky (Nebenlager des KL Gross-Rosen) evakuierte Häftlingsgruppe nach dem Dorf Brandhofen (in Sachsen, Deutschland) eintraf. Das Lager wurde in zwei benachbarten Landwirtschaftsbetrieben eingerichtet. Die Häftlinge waren in Scheunen untergebracht. Im Lager waren nur die Männer – Polen, Russen, Juden Jugoslawen, einige Tschechen und Franzosen. Anfänglich lebten 450 Häftlinge im AL Brandhofen. Sie mussten Panzer- und Schützengräben in der Umgebung der Stadt Wittichenau ausheben.
Die Sterblichkeit war sehr hoch; täglich starben 10-15 Personen. Insgesamt kamen nicht weniger als 100 Häftlinge ums Leben.
Am 19. April 1945 wurde das Lager aufgelöst. Die Häftlinge wurden in die Richtung Dresden evakuiert. 45 schwerkranke Häftlinge blieben im Lager ohne Betreuung zurück. Am 21. April 1945 kamen Soldaten der Roten Armee nach Brandhofen. Die Häftlinge wurden in das Krankenhaus in Wittichenau gebracht, etwa 20 von ihnen starben.
Am 22. April 1945 stieß der Todesmarsch bei Dresden auf Panzertrupps der Roten Armee und der 2. Polnischen Armee. Im einsetzenden Tumult gelang einem Teil der Häftlinge die Flucht. Andere wurden durch SS erschossen oder wieder ergriffen. Diese Häftlinge befanden sich in Händen der SS und wurden in Gefängnis in Stolpen und Neustadt gebracht. Am 29. April 1945 wurden sie an Elbe gefahren und in einer Ortschaft Pirna zu den mit den Lastschiffen in die Richtung Tschechen evakuierten Häftlingen aus Dessau – dem Nebenlager des KL Buchenwald – angeschlossen.

Breslau I

AL Breslau I wurde auf dem Fabrikgelände Famo-Werke in Breslau (poln. Wrocław, DOLMEL Werke) errichtet. Das Lager entstand Ende August/Anfang September 1944. Etwa 2000 Männer befanden sich im Lager. Es waren u.a. Polen, Russen, Italiener, Ukrainer, Franzosen und Bürger der ehemaligen Jugoslawien. Die Sterblichkeit war hoch, die genaue Zahl der umgekommenen Häftlinge ist nicht bekannt. Die Lagerinsassen waren in Famo-Werken (Fahrzeug- und Motorenwerke) bei der Herstellung der Flugzeugs- und Traktorenmotoren wie auch bei der Reparatur von Flugzeugsmotoren des Typs „Junkers“ beschäftigt.
In der zweiten Januarhälfte 1945 (wahrscheinlich am 25. Januar) wurden die Häftlinge zu Fuß in das Hauptlager in Gross-Rosen getrieben, wo sie Anfang Februar 1945 eintrafen.

Breslau II

AL Breslau II wurde auf dem Betriebengelände Linke-Hoffmann-Werke in Breslau (poln. Wrocław, PAFAWAG Werke) errichtet; die Häftlinge wurden in der Fabrikhalle 7 untergebracht. Das Lager entstand Ende August/Anfang September 1944. Etwa 800-1200 Männer waren im Lager inhaftiert, größtenteils Polen aber auch Russen, Tschechen, Ukrainer, Belgier und eine Gruppe der Chinesen (13 Personen). Im Lager herrschte hohe Sterblichkeit. In den Linke-Hofmann-Werken waren die Häftlinge bei der Produktion, Montage und Reparatur der Güterwaggons und der Tarnung von Kesselwagen (mit solcher Umbauung sollten sie wie die gewöhnlichen Güterwaggons aussehen) eingesetzt.
In der zweiten Januarhälfte 1945 (vermutlich am 25. Januar) wurden die Häftlinge zu Fuß in das Hauptlager in Gross-Rosen getrieben, wo sie Anfang Februar 1945 eintrafen.

Breslau-Hundsfeld

FAL Breslau-Hundsfeld wurde nicht unweit der Werkshallen in der Grossweidelsdorfer Straße im Stadtviertel Breslau Hundsfeld (poln. Wrocław – Psie Pole) eingerichtet.
Am 18. Juni 1944 wurde die Entscheidung zur Lagergründung getroffen. Es waren ungefähr 1500 Frauenhäftlinge jüdischer Herkunft aus Polen, Holland, Rumänien, Deutschland inhaftiert, die aus dem KL Auschwitz gebracht wurden.
Die Frauenhäftlinge waren in den Rheinmetall-Borsig Werken aus Düsseldorf (nach dem Krieg PZL Hydral genannt) eingesetzt, deren Abteilung sich während des II. Weltkrieges in Breslau befand. Sie arbeiteten bei der Produktion Zielvorrichtungen für Flugzeugabwehrartillerie, Zündern, Flugzeugsmunition sowie anderer Teile der Flugzeugsausrüstung.
Am 24. Januar 1945 wurden die Frauenhäftlinge in das Stammlager in Gross-Rosen evakuiert, wo sie nach drei Tagen eintrafen.

Breslau-Lissa

AL Breslau-Lissa wurde in der Nähe SS-Kasernen im Stadtviertel Breslau-Lissa (poln. Wrocław-Leśnica, in der gegenwärtigen Trzmielowickastraße) eingerichtet. Das Lager entstand im August 1942. In Breslau-Lissa befanden sich etwa 600 Männer, die aus dem Hauptlager Gross-Rosen dorthin eingewiesen wurden. Es waren vor allem Polen aber auch Russen (u.a. Sowjetische Kriegsgefangene, die Ende 1944 in unbekannte Richtung deportiert wurden), Ukrainer, Deutsche, Franzosen, Tschechen, Bürger der ehemaligen Jugoslawien und vermutlich auch Häftlinge jüdischer Herkunft, die mit den Auschwitz-Transporten nach Breslau-Lissa gebracht wurden. Die Todeszahl schwankte zwischen acht bis zehn Personen pro Woche (nach Angaben der ehemaligen Lagerinsassen).
Die Häftlinge arbeiteten am Bau einer SS-Kaserne; die 250 Personen wurde von der Firma Paul Urbańsky beschäftigt, die den Ausbau des Straßennetzes auf dem Kasernengelände ausführte. Darüber hinaus arbeiteten die Häftlinge bei der Gerätebedienung, in Autowerkstätten und Magazinen für Baumaterialien, auf dem Truppenübungsplatz und der Bahnstation bei der Baumaterialentladung. In der späteren Phase – bei der Tarnung der Kasernengebäude.
Am 23. November 1945 wurden die Häftlinge in das Stammlager Gross-Rosen evakuiert, wo sie nach 3 Tagen Marsch eintrafen.

Brieg-Pampitz

AL Brieg wurde 6 Km von der Stadt Brieg (poln. Brzeg) in der Nähe des Dorfes Pampitz (poln. Pępice) errichtet. Der erste Transport traf am 7. August 1944 in Brieg ein. Im Lager lebten etwa 1000 Häftlinge größtenteils Polen aus Warschau und Krakau. Mindestens 42 Personen starben innerhalb der halbjährigen Lagerbestehung.
Die Häftlinge arbeiteten beim Ausbau des Militärflughafens, der von den Firmen: Vianova, Maszewsky und Forster betrieben wurde.
Am 25. Januar 1945 wurden die Häftlinge aus Brieg in das Stammlager Gross-Rosen evakuiert.

Brünnlitz

AL Brünnlitz wurde beim Gebäudekomplex der Textilfirma Löw-Beer in Brünnlitz (Brnenec, in Tschechen) eingerichtet. Die Häftlinge wurden im Stockwerk des Fabrikgebäudes untergebracht. Das Lager begann seine Tätigkeit am 22. Oktober 1944.
Im Lager befanden sich 801 Männer und 300 Frauen. Es waren überwiegend Juden und polnische Bürger, die aus dem KL Płaszów gebracht wurden. Ums Leben kamen ungefähr 60 Personen (zusammen mit Transportopfern aus dem Auschwitzer Nebenlager – AL Golleschau).
Die Häftlinge arbeiteten in aus Krakau evakuierter Waffenfabrik – Deutsche Emailfabrik, die das Eigentum von Oskar Schindler war. Am 7. Mai 1945, nach der Flucht der SS-Leute aus Brünnlitz, gewannen die Häftlinge ihre Freiheit wieder.

Buchwald-Hohenwiese

AL Buchwald-Hohenwiese entstand nicht später als im November 1944 auf dem Gebiet des Tbc-Sanatoriums in der Ortschaft Buchwald (poln. Bukowiec). Im Lager waren etwa 25 jüdische Häftlinge höchstwahrscheinlich aus Polen. Alle Häftlinge waren im Sanatorium bei Bau und Wartung der Zentralheizungs- und Sanitäranlagen eingesetzt.
Im Februar 1945 wurden die Häftlinge vermutlich in das nahe gelegene Lager in Hirschberg (poln. Jelenia Góra) evakuiert, aber es ist auch Wahrscheinlichkeit, dass sie im Mai 1945 in Buchwald befreit wurden.

Bunzlau I

AL Bunzlau I entstand im Mai 1944, infolge der Umgestaltung des mindestens von Anfang 1942 funktionierenden Zwangsarbeitslagers für Juden, der sog. Organisation Schmelt in ein Nebenlager des KL Gross-Rosen, dessen Häftlinge in der Firma Bunzlauer Holzindustrie Hubert Land in Bunzlau (poln. Bolesławiec) beschäftigt waren. Das Lager wurde auf dem Gelände dieser Firma, an der damaligen Menzelstraße 2 (heute: Staroszkolnastraße 18) errichtet. Die ersten Häftlinge des AL Bunzlau I waren 458 polnische Juden, die aus Dombrowär Kohlenbecken stammten und die im Lager durchgeführte Selektion durchgegangen waren. In nächsten Wochen und Monaten wurden die aus anderen aufgelösten Lagern der Organisation Schmelt, dem Stammlager Gross-Rosen und KL Auschwitz weiteren Häftlingstransporten nach Bunzlau gebracht. Ende Sommer 1944 erreichte die Lagerstärke ca. 1000-1100 Häftlinge. Fast alle Männer waren Juden, die größtenteils aus Polen und Ungar stammten, aber es gab auch kleinere Gruppen aus Niederlanden, Frankreich und Belgier. Die Todeszahl ist unbekannt. Sie war wahrscheinlich nicht hoch. Die Häftlinge waren weiter von der Firma Bunzlauer Holzindustrie Hubert Land sowie beim Ausbau ihrer Werken beschäftigt, wo demnächst die Firma Becco und dann die aus Bremen evakuierten Flugzeugsbetriebe Weser-Flugzeugbau eingerichtet wurden. Die Lagerinsassen arbeiteten hauptsächlich – in den Flugzeugsbetrieben Weser-Flugzeugbau – bei der Produktion von Flugzeugsteile für Nichtjäger FW 190, – in der Firma Becco – bei Reparaturen von Panzern und Geschützen, – in der Firma von Hubert Land – beim Bau von Baracken, Lagermöbel und Flugzeugsattrappen.
Am 11. Februar 1945 wurden etwa 700-850 Häftlinge im Fußmarsch nach Mittelbau evakuiert, wo nur 541 völlig erschöpfte Personen am 25. März 1945 eintrafen. Im Revier des Lagers ließ man kranke Häftlinge zurück, die am 12. Februar 1945 von Soldaten der Roten Armee befreit wurden.

Bunzlau II

AL Bunzlau II begann seine Tätigkeit seit Oktober 1944; es wurde im dritten und fünften Stockwerk des Gebäudes von Concordia Spinnerei und Weberei Werken in Bunzlau (poln. Bolesławiec), an der damaligen Concordiastraße (heute: Orlastraße), eingerichtet. Im Lager waren insgesamt etwa 650 Häftlinge, größtenteils Polen (ca. 60%) und Sowjetbürger (ca. 33%) wie auch einige Deutsche, Franzosen, Jugoslawen, Kroaten, Belgier, Italiener und Tschechen. Ins AL Bunzlau II wurden die Häftlingstransporte aus den nachbarlichen Nebenlagern in Aslau und Bunzlau I sowie dem Stammlager Gross-Rosen gebracht. Die Todeszahl ist unbekannt. Sie war wahrscheinlich nicht hoch. Alle Häftlinge des AL Bunzlau II waren – in Werkstätten innerhalb des Gebäudes von der Textilfirma Concordia – in den aus Bremen nach Bunzlau überstellten Flugzeugsbetrieben, die zur Firma Weser-Flugzeugbau AG gehörten, beschäftigt. Die Häftlinge arbeiteten hauptsächlich bei Herstellung von Flugzeugsflügeln für Nichtjäger „Foke-Wulf 190“.
Am 11. Februar 1945 wurden die marschfähigen Häftlinge nach Mittelbau evakuiert. In Bunzlau II ließ man einige Dutzend kranke Häftlinge zurück, die dann nach Bunzlau I überstellt und am 12. Februar 1945 von Soldaten der Roten Armee befreit wurden.
Der über einen Monat dauernde Marsch forderte 155 Todesopfer; am 15. März 1945 trafen nur 441 völlig erschöpfte Häftlinge des AL Bunzlau II nach Mittelbau ein, 36 von ihnen starben im neuen Lager. Anfang April 1945 wurden die Häftlinge nach Bergen-Belsen evakuiert, wo sie am 15. April 1945 von britischen Soldaten befreit wurden.

Christianstadt

FAL Christianstadt wurde in einem Waldgebiet, in der Nähe von Christianstadt (poln. Krzystkowice) im September 1944 eingerichtet. Im Lager waren Frauen jüdischer Herkunft, die aus Polen, Tschechen, Ungarn, Österreich und Holland stammten. Die Frauenhäftlinge arbeiteten zunächst beim Aushauen von Bäumen, dann bereiteten sie das Gelände für den Bau einer Straße und einer Bahnlinie vor. Der größte Teil der Frauen wurden zur Arbeit in der vom Lager ungefähr 4-5 Km entfernten Fabrik Dynamit AG Nobel eingewiesen, wo sie Granaten mit Sprengstoff füllten.
In den ersten Februartagen 1945 kam es zur Lagerevakuierung. Nach mindestens 4 Wochen Marsch trafen die völlig erschöpften Frauen nach Bergen-Belsen ein.

Dörnhau (Riese)

Dyhernfurth I

AL Dyhernfurth I wurde auf dem Fabrikgelände Anorgana in der Ortschaft Dyhernfurth (poln. Brzeg Dolny) eingerichtet. Die Häftlinge waren in einer gemauerten einstöckigen Baracke unmittelbar neben der Fabrikhalle untergebracht, in der sie arbeiten mussten.
Das Lager entstand im Sommer 1943. Insgesamt waren im Lager etwa 450 Häftlinge inhaftiert, die größtenteils Polen aber auch Russen, Tschechen, Deutsche und Zigeuner.
Die Häftlinge waren direkt bei der Verfüllung des Kampfgases Tabun in Bomben eingesetzt, sie überprüften ihre Dichtheit, reinigten die unterirdischen Giftgastanks und kontrollierten die Apparaturen.
Am 24. Januar 1945 wurden die Häftlinge zu Fuß in das Hauptlager Gross-Rosen evakuiert.

Dyhernfurth II

AL Dyhernfurth II wurde zirka 1 Km von Anorgana Werken in der Ortschaft Dyhernfurth (poln. Brzeg Dolny) in einem Kieferwäldchen eingerichtet. Die Entstehung des Lagers fällt im Sommer oder Herbst des Jahres 1943. Im Lager waren insgesamt etwa 3000 Häftlinge, größtenteils Polen und Russen, aber auch Tschechen, Franzosen, Kroaten, Italiener, Holländer, Deutsche und Juden. Es hat sich keine Dokumentation zum Thema der Sterblichkeit im Lager aufbewahrt; ehemalige Häftlinge, die im Revier tätig waren, schätzten sie auf 20-30 Personen pro Woche.
Die Häftlinge waren beim Ausbau der Anorgana Werke, vor allem bei schweren Erd- und Bauarbeiten, beim Transport von Zement oder Kies und Entladen von Güterwaggons eingesetzt; einige arbeiteten als Schlosser, Schreiber, Maler oder technische Zeichner.
Außer Luranil Gesellschaft, die für den Ausbau der Betriebe verantwortlich war, wurde die Arbeit der Häftlinge auch von anderen Nachauftragnehmer ausgenutzt: Firma Simon und Halfpaap, Firma Robert Hahn (Dyhernfurth), Arbeitsgemeinschaft Wilhelm Beck – Alfred Köhler (Breslau), Horst Dylla (Dekorationsmaler), Straßbaugesellschaft E. Kemna und Co., Reichwalder Ziegelei, Paul Garbe (Bauunternehmung, Breslau), Baugemeinschaft Grafschaft Glatz, H. R. Heincke (Breslau), Florentius Brichta (Breslau, Tiefbau/Eisenbeton/Straßenbau), E. Hegerfeld (Industriegesellschaft für Hoch-, Tief- Beton- und Stahlbetonbau), Reiners und Co. (Tiefbauunternehmung, Dyhernfurth), Max Wolter (Betonsteinwerk, Breslau), Baugemeinschaft Oels/Niederschlesien, R.H. Heinicke (Breslau), Firma AEG, C. Mennicke Nachf. (Breslau), Fritz Hüdig (Hoch Tief-Eisenbetonbau), Löser Bauunternehmung KG, Steffens u. Nölle, Guttman, Klaude, Krug, Huta AG (Breslau), Dyckerhoff u. Wiedemann (Breslau), Brücken u. Stahlbau-Waggonbau-Tiefbau Beuchelt u. Co. (Grünberg), Martin Bürger (Malermaister aus Breslau), Vogel (Schweinfurth).
Am 24. Januar 1945 wurden Häftlinge (außer Kranke) zu Fuß in das Stammlager Gross-Rosen evakuiert. Die kranken Häftlinge wurden am 25. Januar 1945 von Dyhernfurth deportiert und auf der Eisenbahnbrücke an der Oder erschossen.

Erlenbusch (Riese)

Falkenberg (Riese)

Freiburg

FAL Freiburg (poln. Świebodzice) entstand am 12. Januar 1945, als 150 ungarische Jüdinnen aus dem KL Ravensbrück nach Freiburg überstellt wurden. Die Frauenhäftlinge waren in einer Baracke untergebracht, etwa drei Km von der Fabrik am Stadtrand entfernt.
Sie wurden bei der Fertigung von Feinteile zu Flugzeugen bei der AEG (Allgemeine Elektrcitäts-Geselschaft) aus Berlin eingesetzt, deren Produktionsteil sich in den Webereigebäude von der Firma Hermann Teichgräber befand.
Am 13. Februar 1945 wurden die Frauenhäftlinge zu Fuß in das Nebenlager KL Gross-Rosen – AL Wüstegiersdorf getrieben und von dort ins Nebenlager des KL Flossenbürg, in Zwodau.

Friedland

AL Friedland wurde ungefähr 1 Km von der Stadt Friedland (poln. Mieroszów) auf der Chaussee aus Waldenburg (poln. Wałbrzych) zwischen dem Weg, Eisenbahngleis und einem Fluss, am Fuß eines kleinen Berges eingerichtet. Das Lager begann seine Tätigkeit am 8. September 1944. Im Lager befanden sich etwa 515 aus dem KL Auschwitz gebrachte Häftlinge, größtenteils Juden aus dem Ghetto in Łódź, sowie slowakische Juden, die nach Auschwitz aus Theresienstadt kamen. 21 von etwa 120 in Friedland begrabenen Häftlingen waren nur die Gefangene dieses Lagers, die übrigen dagegen waren aus dem Komplex Riese evakuiert.
Die meisten Häftlinge (434) arbeiteten im Werk der Flugzeugspropeller VDM (Vereinigte Deutsche Metallwerke, Hamburg). Sie waren direkt bei der Herstellung beschäftigt und ihre Arbeit bestand darin, die Flugzeugspropeller zu profilieren. 40 Häftlinge arbeiteten in der Tischlerei (Firma Fritz Schuber). In der späteren Lagerfunktionierungsphase war eine Gruppe von Häftlingen zu Bohrarbeiten der Höhlen (deren Bestimmung bis heute unklar bleibt) im Inneren eines in der Nähe gelegenen Berges eingesetzt.
Die Rote Armee befreite die Häftlinge von Friedland am 9. Mai 1945.

Fünfteichen

AL Fünfteichen (poln. Miłoszyce) wurde Ende September/Anfang Oktober 1943 eingerichtet. Das Lager befand sich an der Eisenbahnliniengabelung von Miłoszyce nach Wrocław durch Nadolice Wielkie und von Miłoszyce bis Wrocław durch Czernica. AL Fünfteichen war das größte Nebenlager des KL Gross-Rosen. Im Lager waren mindestens 600 Männer verschiedener Nationalität inhaftiert. Außer Polen, die die größte Häftlingsgruppe bildeten, waren auch Juden (aus Polen und Ungarn), Franzosen, Belgier, Niederländer, Russen, Deutsche, Tschechen und Kroaten. Die meisten Häftlinge arbeiteten in gebauten Werken in Jelcz, die zu den Maschinenfabriken Friedrich Krupp Berthawerk AG gehörten, wo sie bei der Produktion von Kanonen Kalibers 75 und 155 mm und Topedenrohre sowie beim ständigen Betriebenausbau beschäftigt waren. Die Sterblichkeit im Lager war sehr hoch. Es wurde die Gesamtzahl der Toten auf mindestens 2000 geschätzt.
Die Lagerevakuierung von etwa 6000 Häftlingen begann am 21. Januar 1945. Nach vier Tagen des „Todesmarsches“ traf die dezimierte Häftlingskolonne in das Stammlager Gross-Rosen ein. Der Marsch forderte nächste 1000 Opfer.
Im Revier des AL Fünfteichen waren etwa 300 meistens kranke Häftlinge zurückgeblieben, die am 23. Januar 1945 von der Roten Armee befreit wurden.

Fürstenstein (Riese)

AL Fürstenstein wurde am Hang des Berges in der Nähe des Schlosses Fürstenstein (poln. Książ) im Mai 1944 eingerichtet. Die Häftlinge waren Juden, polnischer, ungarischer und griechischer Herkunft. Ihre Hauptaufgabe bestand darin, die Stollen unter dem Schloss zu bauen. Darüber hinaus arbeiteten sie bei der Entladung von Baumaterialien.
Um den 16. Februar 1945 kam es zur Lagerevakuierung. Die Häftlinge trafen zu Fuß nach Trautenau (Tschechien) und dann in Waggons nach Flossenburg ein.

Gabersdorf

FAL Gabersdorf (Libeč in Tschechien) entstand nach dem 22. März 1944 infolge der Übernahme des Zwangsarbeitslagers für Juden, der sog. Organisation Schmelt, durch das KL Gross-Rosen. Im Lager lebten 350 – 370 Frauen jüdischer Herkunft, größtenteils aus Polen und Ungarn. Sie waren bei der Fadenherstellung in den Werken Hasse und Etrich sowie in der Spinnerei Vereinigte Textilwerke K.Z. Barthel beschäftigt.
Am 8. Mai 1945 wurde das Lager befreit.

Gablonz

AL Gablonz entstand im November 1944 in Gablonz (Jablonec, in Tschechen), auf dem Fabrikgelände Feinapparatenbau GmbH, die zum Konzern Carl Zeiss Jena gehörte. Im Lager lebten mindestens 500 Häftlinge, größtenteils Polen, aber auch Russen, Tschechen und Deutsche. Die Häftlinge arbeiteten bei der Bearbeitung von Flugzeugsteilen und Herstellung von Gewehre, einige Häftlinge wurden bei der Verlegung und Reparatur der Eisenbahnschienen in der Nähe des Bahnhofs Gablonz eingesetzt.
Am 8. Mai 1945 wurde die Evakuierung des Lagers angeordnet, während deren die Häftlinge ihre Freiheit wiedergewannen.

Gassen

AL Gassen wurde etwa 1 Km nordöstlich der Ortschaft Gassen (poln. Jasień) Ende September 1944 errichtet. Die Häftlinge waren Polen, Sowjetbürger, Franzosen, Kroaten und Tschechen. Die Gesamtzahl der Häftlinge betrug etwa 700. Die Häftlinge wurden bei der Produktion von Flugzeugsteilen für die Focke Wulf AG eingesetzt.
Ende Februar 1945 wurde das Lager evakuiert. Die kranken Häftlinge waren nach Buchenwald transportiert, wo 55 von ihnen am 23. Februar 1945 eintrafen. Am 12. Februar 1945 begann die Evakuierung von marschfähigen Häftlingen, infolge deren mindestens 120 Personen starben. Am 5. März 1945 wurden die Häftlinge dieses Transportes in die Buchenwalder Registrierung aufgenommen.

Gebhardsdorf

FAL Gebhardsdorf wurde auf einer Anhöhe bei Gebhardsdorf (poln. Giebułtów) eingerichtet. Es entstand Ende September 1944. Im Lager lebten etwa 500 Jüdinnen, größtenteils aus Polen und Ungarn, die aus Auschwitz nach Gebhardsdorf deportiert wurden. Alle Frauen arbeiteten in den Werken der Flugindustrie Aerobau – Heinrich Lehmann KG in Gebhardsdorf/Isergebirge.
Am 18. Januar 1945 wurden die Frauenhäftlinge in das FAL Kratzau evakuiert.

Geppersdorf

AL Geppersdorf entstand Ende Januar bzw. Anfang Februar 1945 in Geppersdorf (poln. Milęcice) bei Löwenberg in Schlesien (poln. Lwówek Śląski). Ins Lager wurde eine Häftlingsgruppe des Evakuierungslagers aus Auschwitz gebracht, die etwa 400 Männer umfasste. Die Häftlinge waren überwiegend polnische, deutsche, holländische und französische Juden, aber auch Polen, Franzosen und Deutsche. Sie waren bei den Befestigungsbauten beschäftigt.
Im April 1945 wurde ein Teil der Häftlinge in 2 Nebenlager des KL Gross-Rosen in Dörnhau und Brünnlitz transportiert. Die übrigen Häftlinge erlangten ihre Freiheit am 9. Mai 1945 wieder.

Görlitz

AL Görlitz wurde im August 1944 am südwestlichen Stadtrand Görlitz (Deutschland), im Biesnitzer Grund errichtet. Das Lagergelände wurde durch Stacheldrahtzaun in einen Teil für Frauen und einen für Männer getrennt. Das Lager durchliefen ungefähr 1000 Männer und 500 Frauen. Alle Häftlinge waren jüdischer Herkunft und sie stammten größtenteils aus Polen und Ungarn. Die meisten Männer- und Frauenhäftlinge arbeiteten entweder im Waggonwerk, wo gepanzerte Fahrzeuge produziert wurden oder in der Maschinenbaufabrik AG bei der Produktion von Granaten. Die kleineren Häftlingsgruppen wurden zum Straßenbau, zu Aufräumarbeiten im nahe gelegenen Kriegsgefangenlager Stalag VIII A und im Stadtpark eingesetzt. Dem AL Görlitz unterlag ein kleines Außenkommando im Dorf Kunnerwitz, bestehend aus 25 Häftlingen, die mit landwirtschaftlichen Arbeiten beschäftigt waren.
Die Sterblichkeit im Lager war sehr hoch. Man schätzt die Gesamtzahl der Toten auf mindestens 470 Personen.
Im Februar 1945 begann die Lagerevakuierung. Die Männer wurden zum Ort Rennersdorf geführt, wo ein neues Lager gegründet wurde. Das Schicksal der Frauen bleibt ungeklärt. Nach etwa 3 Wochen der Frontstabilisierung wurde der Rückkehr von Rennersdorf in das Lager in Görlitz angeordnet. Die Häftlinge waren beim Ausbau „Festung Görlitz” beschäftigt.
Am 8. Mai 1945 wurde das Lager von der Roten Armee befreit.

Gräben

FAL Gräben entstand Ende Mai/Anfang Juni 1944, infolge der Übernahme von dem KL Gross-Rosen des in Gräben (poln. Grabina, heute ein Stadtteil von Strzegom) bestehenden Zwangsarbeitslagers für Juden, der sog. Organisation Schmelt. Das Lager befand sich in unmittelbarer Nachbarschaft der Flachswerken, die anfangs zu den Firmen Rüffel u. Deutsch, Vige und dann Falke gehörten. Im Lager waren ungefähr 500 Jüdinnen, die größtenteils aus Polen, einige Dutzend aus Ungarn, Tschechoslowakei, Frankreich, Belgien und Niederlanden stammten. Die Frauen waren in den Flachwerken beschäftigt.
Im Februar 1945 wurde das Lager aufgelöst. Die Frauenhäftlinge wurden zum Teil zu Fuß zum Teil in Waggons nach Bergen-Belsen transportiert.

Grafenort

FAL Grafenort entstand Ende März/Anfang April 1945, als etwa 200 Frauenhäftlinge aus dem FAL Mittelsteine (poln. Ścinawka Średnia) in ein stehendes gemauertes Gebäude am Ortsrand von Grafenort (poln. Gorzanów) überstellt wurden. Alle Frauen waren Jüdinnen, die aus Polen, aus der Region Łódź stammten. Die Lagerinsassinnen waren hauptsächlich bei dem Schanzenbau und den Reinigungsarbeiten von Gleisanlagen beschäftigt. Einige Frauen arbeiteten in einer nahe gelegenen Papierfabrik.
Am 8. Mai 1945, nach dem erfolglosen Lagerevakuierungsversuch wurden die Frauenhäftlinge von der Roten Armee befreit.

Gräflich-Röhrsdorf

FAL Gräflich-Röhrsdorf wurde am Ortsrand von Gräflich-Röhrsdorf (poln. Skarbków bei Mirsk) am Fuße des Märzbergs eingerichtet. Das Lager entstand am 4. September 1944 infolge der Übernahme durch das KL Gross-Rosen des Zwangsarbeitslagers für Juden, der sog. Organisation Schmelt. Im Lager lebten etwa 150 Frauenhäftlinge, die in der Flachsspinnerei der Firma Hermann Teichgräber arbeiteten und zur Flachsbearbeitung in einer Scheune in Egelsdorf (poln. Mroczkowice) eingesetzt wurden sowie in der Firma AGD aus Berlin, die ein Teil ihrer Produktion nach Gräflich-Röhrsdorf umzog.
Ende Januar 1945 waren die Frauen in das Nabenlager KL Gross-Rosen – AL Kratzau evakuiert, wo sie befreit wurden.

Gross Koschen

AL Gross Koschen wurde im Oktober 1944 errichtet. Im Lager gab es etwa 850 Männer, größtenteils Sowjetbürger; die kleinere Gruppe bildeten polnische Häftlinge; es waren auch einige Franzosen, Kroaten, Jugoslawen, Tschechen, Belgier, Griechen, Italiener und Deutsche. Die Toten wurden in der Nähe des Lagers begraben. Die Gesamtzahl der Toten ist unbekannt. Die Häftlinge waren in der Deutsche Aluminiumwerke beschäftigt, deren Betrieb sich in Gross Koschen befand und der sich mit der Zerlegung der Überreste in transportgeeignete Flugzeugsteile beschäftigte. Vor dem Kriegsende mussten die Häftlinge Bunker bauen und Schutzgraben ausheben.
Am 24. Februar begann die Lagerevakuierung. Die Häftlinge wurden in zwei Transporten nach Buchenwald evakuiert. Die letzte Häftlingsgruppe, die 100 Personen umfasste, wurde zunächst nach Flossenbürg, und dann nach Dachau überstellt.

Gross-Rosen

Grulich

AL Grulich wurde Ende September 1944 in der Ortschaft Grulich (Kŕaliky, in Tschechen) in der Nachbarschaft der Firmenbetriebe – Fahrzeug und Motorenwerke errichtet. Im Lager lebten etwa 190 Häftlinge, hauptsächlich polnische und russische Männer. Ein Teil der Häftlinge arbeitete in einer Fabrik bei der Produktion von Propellern. Die anderen Häftlinge wurden am Aufbau eines neuen Lagers eingesetzt.
Zwischen 6. und 8. Mai 1945, während der Lagerevakuierung, gewannen die Häftlinge ihre Freiheit wieder.

Grünberg I

FAL Grünberg I wurde in den alten Fabrikgebäuden Deutsche Wollwaren Manufaktur in der Breslauerstraße 33 in Grünberg (poln. Zielona Góra) eingerichtet. Das Lager entstand im Juni 1944 infolge der Unterstellung des Zwangsarbeitslagers für Juden, der sog. Organisation Schmelt. Die Frauenhäftlinge waren Jüdinnen aus Polen und Tschechen. Es gab etwa 1000 Lagerinsassinnen. Die Frauen arbeiteten in der Fabrik Deutsche Wollwaren Manufaktur bei der Herstellung von Textilien für Uniformen, Militärmäntel, Fallschirme und Decken.
Am 29. Januar 1945 begann die Lagerevakuierung. Die marschunfähigen Frauenhäftlinge blieben im Lager zurück, wo sie ihre Befreiung erlebten. Die evakuierten Frauen wurden dagegen in zwei Gruppen geteilt. Eine Gruppe traf Ende Februar 1945 nach Bergen-Belsen ein, die andere im ersten Märzquartal 1945 – in das Nebenlager des KL Flossenbürg – Helmbrechts. Während der Lagerevakuierung kamen mindestens 104 Frauenhäftlinge ums Leben.

Grünberg II

AL Grünberg II wurde auf dem Fabrikgelände Deutsche Wollwaren Manufaktur in der Breslauerstraße 33 in Grünberg (poln. Zielona Góra) eingerichtet. Das Lager funktionierte mindestens bis Oktober 1944. Die Häftlinge waren Juden, ungarischer Abstammung.
Am 29. Januar 1945 wurde das Lager evakuiert.

Guben

FAL Guben wurde in einem Wald nahe des Ortes Guben (poln. Gubin) eingerichtet. Es bestand mindestens von Anfang August 1944. Die Frauenhäftlinge waren überwiegend Jüdinnen, die aus Ungarn stammten. Im Lager lebten ungefähr 1000 Frauen. Sie arbeiteten in der Radiogerätesfabrik der Firma Lorenz AG.
Anfang Februar 1945 wurde das Lager evakuiert, nach 3-4 Wochen kamen die Frauen in das KL Bergen-Belsen.

Halbau

AL Halbau wurde um den 15. Juli 1944 auf einer Waldlichtung südwestlich des Dorfes Gräflich-Zeisau (poln. Czyżówek) nahe des Ortes Halbau (poln. Iłowa) errichtet. Es bestand aus mindestens 1000 Häftlinge, hauptsächlich Polen und Russen. Im Lager starben mindestens 64 Häftlinge. Die meisten Lagerinsassen arbeiteten in der Fabrik Winkler, wo die Propeller für Militärflugzeuge produziert wurden. Einige Häftlinge waren bei Verladungsarbeiten von Propellern eingesetzt.
Am 12. Februar 1945 kam es zur Lagerevakuierung. Im Revier wurden nur kranke und marschunfähige Häftlinge zurückgelassen, die ihre Freiheit zwischen dem 17. und 20. Februar 1945 wiedergewannen. Um den 10. März 1945 trafen die evakuierten Häftlinge in Bergen-Belsen ein. Während der Evakuierung kamen vermutlich etwa 300 Personen ums Leben.

Halbstadt

FAL Halbstadt (Mezimesti, in Tschechien) entstand im Oktober 1944. Im Lager waren etwa 500 Jüdinnen, die aus Polen (aus dem Ghetto in Łódź) und Ungarn stammten und aus dem KL Auschwitz gebracht wurden. Die Frauen arbeiteten in der Weberei der Textilfirma Knopf, bei der Messapparatemontage in der Firma Deutsche Mess- und Apparatebau Gesellschaft (MESSAP) und bei der Gasmaskenproduktion in der Firma Schroll und Söhne.
Das Lager wurde am 8. bzw. 9. Mai 1945 von der Roten Armee befreit.

Hartmannsdorf

AL Hartmannsdorf wurde im Ort Hartmannsdorf (poln. Miłoszów) in der zweiten Aprilhälfte 1944 eingerichtet. Bevor die Baracken in der Nachbarschaft der Seidenfabrik Hartmann erbaut waren, wurden die Häftlinge in einer Fabrikhalle untergebracht. Im Lager waren mindestens 600 Häftlinge inhaftiert; größtenteils Polen aber auch Bürger der UdSSR, Deutsche, Tschechen und Franzosen.
Ein Teil der Häftlinge wurde in einer Fabrik bei der Produktion von Metalleinzelteilen, Säcken und verschiedenen Materialien für die Kriegsbedürfnisse beschäftigt. 150 Häftlinge wurden zur Arbeit bei dem Stollenbau in Felsenhügel im Ort Marklissa (poln. Leśna bei Lubań), etwa 5 Kilometer vom Lager entfernt, eingewiesen. Ein aus wenigen Personen bestehendes Kommando wurde zum Straßenbau in den Bergen bei Marklissa zugeteilt.
Am 15. oder 16. Februar 1945 erfolgte die teilweise Lagerevakuierung. Die marschfähigen Häftlinge trafen am 12. März 1945 in das KL Buchenwald ein. Etwa 100 erschöpfte Häftlinge wurden auf dem Todesmarsch erschossen. Im Lagerrevier verblieben kranke Häftlinge, die am 19. März 1945 in das Außenlager des KL Gross-Rosen in Zittau gebracht wurden.

Hirschberg

Arbeitskommando Hirschberg, ein Arbeitskommando von Groß-Rosen, begann seine Tätigkeit zwischen dem 18. April und dem 6. Mai 1943 in Hirschberg (poln. Jelenia Góra). Das Lager befand sich etwa 300-500 Meter von den erst gebauten Schlesischen Zellwollenwerken A.G. Hirschberg und Riesengebirge (nach dem Krieg Celwiskosa-Werke) entfernt. Im Lager waren ungefähr 100-110 Männer polnischer Nationalität inhaftiert. Die Lagerinsassen kamen aus dem Hauptlager Gross-Rosen. Sie mussten eine Fabrikhalle der Zellwollewerke montieren, Holz sortieren und Baumaterial entladen. Mit dem Herbst 1943 wurde eine große Häftlingsgruppe von Hirschberg zurückgeschickt. Die letzten Informationen über die Lagerfunktionierung stammen von Mitte Januar 1944.
Seit Mitte März 1944 bestand in Hirschberg Nebenlager des KL Gross-Rosen, das infolge der Übernahme des Zwangsarbeitslagers für Juden, der sog. Organisation Schmelt, entstand. Es lag am Ufer des Flusses Bober umweit der ausgebauten Zellwollenwerke. Im Lager waren Männer jüdischer Nationalität, die hauptsächlich aus Polen, Belgien und Holland stammten. Die Häftlinge waren in den Werken der Schlesischen Zellwolle A.G Hirschberg bei der Holzbearbeitung, bei den Verladearbeiten der Kohlen sowie in den Askania Werken beschäftigt.
Zwischen dem 28. Februar und 1. März 1945 wurde das Lager evakuiert, zuerst nach Reichenau (Rychnow, in Tschechen) und dann nach Buchenwald.

Hochweiler

FAL Hochweiler wurde ab 20. Oktober 1944 in Hochweiler, im Kreis Militsch (poln. Wierzchowice, im Kreis Milicz) errichtet. Im Lager lebten aus Auschwitz gebrachte jüdische Frauen, die größtenteils aus Ungarn, Rumänien und der ehemaligen Tschechoslowakei stammten. In anfänglicher Funktionierungsphase gab es im Lager 1000 Frauen. Sie wurden beim Bau von Schützengräben, Panzersperren und Befestigungen eingesetzt. Die Arbeiten wurden durch das Unternehmen Barthold geleitet, dessen Generalstab sich in der nahe gelegenen Ortschaft Karschnitz befand. Die von Häftlingen des FAL Hochweiler verrichteten Arbeiten waren ein Teil der Aufgaben im Rahmen zur Verteidigung von Niederschlesien vor sich nähernder Front. Die Aktion wurde mit dem Tarnnamen „Barthold“ bezeichnet.
Am 20. Januar wurde das Lager evakuiert. Ein Teil der Frauen traf am 12. Februar 1945 nach Bergen-Belsen ein, aber es sind auch einige Fälle der Befreiung von Frauenhäftlingen in Hochweiler bekannt.

Kaltwasser (Riese)

Kamenz

AL Kamenz wurde in der geschlossenen Tuchfabrik Nosske & Co. in der Herrentalstraße 9 in Kamenz (Sachsen, Deutschland) eingerichtet. Das Lager begann seine Tätigkeit Mitte Dezember 1944 mit dem Eintreffen vom KL Gross-Rosen des ersten Häftlingstransports, der etwa 120 Personen umfasste. Es waren Franzosen, die im Rahmen Aktion „Nacht und Nebel” verhaftet wurden. Am 26. Januar 1945 wurde der letzte große Transport mit etwa 750 Häftlingen aus dem KL Flossenbürg nach Kamenz überstellt. Insgesamt lebten etwa 870 Männer im Lager. Die größten Häftlingsgruppe bildeten Russen und Franzosen (entsprechend 26,7% und 23,8 %). Weitere große Gruppen waren Italiener (13,8%) und Polen (12,2%), dann Juden, polnische Bürger (7,1%), Belgier (4,7%), Deutsche (3,6%) und Tscheche (3,4 %); im Lager befanden sich auch: ein Niederländer, Kroate, Jude ungarischer Herkunft, Serbe, Ungar, Slowene, Österreicher, Grieche, Spanier, Ukrainer und Jude italienischer Herkunft.
Im Lager herrschte hohe Sterblichkeit. Es wurde geschätzt, dass die Opferzahl nicht weniger als 125 oder sogar 160 Personen betrug. Die Todesopfer wurden im Heizungskessel der Firma Nosske verbrannt.
Die Häftlinge arbeiteten bei der Fertigung u.a. Flugzeugsmotoren für AG Daimler Benz aus Colmar im Elsass, die unter dem Namen Elster GmbH nach Kamenz versetzt wurde. Die Arbeit fand in den geeigneten Räumen der örtlichen Glashütte und Tuchfabrik Minkwitz statt.
Den ersten Evakuierungsversuch unternahm man Mitte Februar 1945. Die Marschkolonne wurde jedoch nach ein paar Stunden gestoppt und zurückverlegt. Die letztendliche Auflösung des AL Kamenz erfolgte am 10. März 1945. Die in den Viehwaggongen evakuierten Häftlinge wurden nach 6 Tagen Fahrt vom KL Dachau aufgenommen.

Kittlitztreben

AL Kittlitztreben entstand Ende Februar/Anfang März 1944 am Waldrand in der Nähe der Ortschaft Kittlitztreben (poln. Trzebień). Im Lager lebten etwa 1700-1800 Männer jüdischer Herkunft, die größtenteils aus Polen und Ungarn aber auch aus Deutschland, Österreich und Belgien stammten. Die Häftlinge wurden von mindestens 18 Firmen eingesetzt, u.a. Grülich, Hübsch, Koder, Krause, Kunigals, Kunnith, Leistikoff, Madebrun, Mischke, Poikett, Reiners, Schulz, Tiessler, Wiedermann, Zimke, Peuke und Jeche i Stein und Teer.
In der Anfangsphase arbeiteten die Häftlinge beim Lagerausbau und dessen Einrichtung, und dann in anderen Orten, wo die Bauarbeiten unter der Leitung Luftwaffe in einem umgebenen Wald geführt wurden. Die Häftlinge fällten Bäume, bauten Bahngleise, betonierten Straßen, Munitionsmagazine und Baracken für Soldaten. Sie wurden auch bei den Transportkommandos eingesetzt: sie transportierten Holz und stellten Kisten mit Munition in den Magazinen. Eine Gruppe Häftlinge war vermutlich bei der Produktion von Flugzeugsteilen beschäftigt. Die Sterblichkeit im Lager war hoch, die genaue Opferzahl bleibt unbekannt. Man schätzt sie sogar auf einige Hundert Personen.
Im Februar 1945 wurden ungefähr 1000 Häftlinge in Richtung Süden getrieben. Auf dem Weg wurden einige Häftlingsgruppen in den noch funktionierenden Nebenlagern des KL Groß-Rosen – in Görlitz und Zittau zurückgelassen. Am 4. April 1945 traf die Evakuierungskolonne in das KL Buchenwald ein.
Im Revier des AL Kittlitztreben waren 300 schwerkranke Häftlinge zurückgeblieben, die von der Roten Armee befreit wurden.

Klein Radisch

Arbeitskommando Klein Radisch befand sich in der Ortschaft Klein Radisch bei Klitten (Sachsen, in Deutschland). Es wurde als Arbeitskommando AL Niesky (Nebenlager des KL Gross-Rosen) errichtet. Es entstand wahrscheinlich im September oder Oktober 1944. Die Häftlinge waren nur Männer, die aus Niesky gebracht wurden. Es ist weder Kommando- noch genaue Opferzahl bekannt. Die Häftlinge waren bei den Feldarbeiten beschäftigt.
Nach dem 20. Februar 1945 wurden die Häftlinge dieses Kommandos der Evakuierungskolonne aus Niesky angeschlossen.

Kratzau I

FAL Kratzau I (Chrostava, in Tschechien) entstand Mitte Oktober 1944. Die Frauenhäftlinge waren aus dem KL Auschwitz gebrachte Jüdinnen, die aus Polen, Tschechien, Frankreich, Belgien, Dänemark und den Niederlanden stammten. Vor Lagerbefreiung waren etwa 1000 Frauen inhaftiert. Die Sterblichkeit unter den Häftlingen war sehr hoch, es fehlen aber Quellenangaben, die das bestätigen konnten.
Die Frauenhäftlinge waren von der Firma Deutsche Industriewerke AG (DIWAG) bei Munitionsherstellung, der Firma Schroll bei Gasschutzmaskenproduktion und den Firmen Tannewald und Tolex beschäftigt.
Das Lager wurde am 5. oder 8. Mai 1945 befreit.

Kratzau II

FAL Kratzau II wurde in der Ortschaft Klein Schönau (Zittaus Umgebung, in Deutschland) eingerichtet. Es entstand wahrscheinlich im November 1944. Im Lager lebten etwa 150 aus dem KL Auschwitz gebrachte Frauenhäftlinge. Ins FAL Kratzau II wurden auch die kranken Häftlinge aus dem FAL Kratzau I eingewiesen. Die Frauen arbeiteten bei der Herstellung von Munition in den Zitt-Werke AG. Zwischen Februar und März 1945 starben 7 Frauenhäftlinge im Lager.
Am 5. oder 8. Mai 1945 wurde das Lager befreit.

Kunnerwitz

Arbeitskommando Kunnerwitz wurde im Dorf Kunnerwitz (Deutschland), etwa 9 km südlich von Görlitz entfernt, eingerichtet. Es war ein ständiges Außenkommando, das dem AL Görlitz unterlag. Im Lager gab es 25 Männer jüdischer Herkunft, die zu landwirtschaftlichen Arbeiten herangezogen wurden.

Kurzbach

FAL Kurzbach bestand vom Ende Oktober 1944 in der Ortschaft Kurzbach, Kreis Militsch (poln. Bukołowo). Die Frauenhäftlinge wurden in den ehemaligen Stallgebäuden des Guthofes des Fürsten von Hatzfeld untergebracht. Im Lager lebten 1000 aus dem KL Auschwitz gebrachten Frauen jüdischer Herkunft, die größtenteils aus Ungarn, Slowenien und Polen stammten.
Die Frauenhäftlinge waren von Unternehmen Barthold beschäftigt, das im Rahmen der Aktion unter dem Tarnname „Barthold” die Befestigungen am Rand Niederschlesiens und Breslau baute. Die Frauen arbeiteten beim Bau der Schanzen, Erdbefestigungen und Panzergräben.
Das Lager wurde in zwei Etappen evakuiert. Um den 18. bzw. 20. Januar 1945 wurden die marschfähigen Frauenhäftlinge in das Stammlager Gross-Rosen und von dort nach Bergen-Belsen evakuiert. Kranke Frauen wurden in der späteren Phase ausgeführt. Die marschunfähigen Frauenhäftlinge wurden von Eskortemannschaftsmitgliedern ermordet. Die Opferzahl bleibt unbekannt.

Landeshut

AL Landeshut entstand Mitte Juli 1944. Das Lager befand sich im Südwesten der Stadt Landeshut (poln. Kamienna Góra) zwischen der Bahnlinie und dem Fluss Bober an der heutigen Zielona-Straße. Im Lager waren etwa 1600 Männer, großenteils Polen, aber auch kleinere Gruppen von Bürgern der UdSSR, Kroaten und Deutsche. Die meisten Häftlinge arbeiteten in drei Werken der Fa. Kugelfischer bei der Herstellung von Kugellagern. Im Werk Nr. 3 leisteten die Häftlinge die schwerste Arbeit an Elektroöfen beim Stanzen der Ringe zur weiteren Verarbeitung. Im Werk Nr. 1 wurden die Lagerringe hergestellt, geschliffen und gehärtet. Im Werk Nr. 2 fand die Montage der Kugellager, ihre Überprüfung sowie die Abfertigung statt. Im Februar 1945, nach der Produktionseinstellung in den Werken wurden die Häftlinge zum Bau von Panzergräben und Stellungen in der Umgebung der Stadt eingesetzt. Die Gesamtzahl der Opfer des AL Landeshut ist ungeklärt. Die Sterblichkeit war im Lager ohne Zweifel hoch. Bis Ende Januar 1945 wurden die Leichen ins Hauptlager Gross-Rosen gebracht, dann in Landeshut begraben. Nach dem Krieg wurden über 200 Tote aus den drei letzten Lagerfunktionierungsmonaten exhumiert.
Am 14. Februar 1945 unternahm man einen erfolgslosen Evakuierungsversuch; nach dem erschöpfenden Marsch in die Richtung Liebau (poln. Lubawka) wurden die Häftlinge in das Lager zurückgekehrt. AL Landeshut wurde schließlich am 9. Mai 1945 von der Roten Armee befreit.

Langenbielau I

AL Langenbielau I enstand in der Mitte 1944. Es wurde auf dem Gelände zwischen Langenbielau (poln. Bielawa) und Reichenbach (poln. Dzierżoniów) errichtet. In der Literatur ist es auch als „Lager Reichenbach” oder „Sportschlule” bekannt. Insgesamt durchliefen das Lager zirka 2000 jüdische Häftlinge, die hauptsächlich aus Polen, Ungarn und Slowenien stammten. Die Häftlinge arbeiteten für viele Firmen, u.a.: Siling I (in der ehemaligen Weberei C. Dierig AG), Siling II (in der Weberei Jordan), Zill u. Knebich, Hansen u. Neumann, Lehmann, Spinnerei G.F. Flechtner, Telefunken, Krupp, Rebich aus Schweidnitz, Richter u. Schädel (Blockhäuserbau), Flugzeugfabrik „Preschone”, Goldschmidt, Radiofabrik Hagenuk aus Kiel. Am Kriegsende waren die Häftlinge beim Bau der Schützengraben eingesetzt. Die Opferzahl ist unbekannt. Die arbeitsunfähigen Häftlinge wurden zum Krankenhaus ins Lager Dörnhau (poln. Kolce) gebracht. Bis Ende Januar 1945 wurden die toten Häftlinge ins Hauptlager gebracht, dann wurden sie am Ort begraben.
Im Februar 1945 wurde ein Teil der Häftlinge in das KL Dachau evakuiert. Die im Lager gebliebenen Häftlinge wurden am 8. Mai 1945 von der Roten Armee befreit.

Langenbielau II

FAL Langenbielau II entstand in zweiten Hälfte 1944. Im Lager gab es mindestens 550 jüdische Frauen, hauptsächlich aus Polen. Sie arbeiteten in einigen Firmen, u.a. in Textilwerken G.F. Flechtner, Siling I (in der übernommenen Weberei C. Dierig), Siling II (in der übernommenen Weberei Jordan), Siling Heine, Siling Rosenberg, Josef Fröhlichen, Munitionsfabrik Diehl, Radioapparatenfabrik Hagenuk I und II und im Betrieb Lehmann.
Am 8. Mai 1945 wurde das Lager von der Roten Armee befreit.

Lärche (Riese)

Liebau

FAL Liebau wurde im September 1944 außerhalb der Kleinstadt Liebau (poln. Lubawka), zum Teil in den ehemaligen Kasernengebäuden, eingerichtet. Es war Frauenarbeitslager, das zu einer Lagergruppe unter der Aufsicht „SS-Trautenau” gehörte. Im Lager gab es etwa 500 Frauenhäftlinge – Jüdinnen, die hauptsächlich aus Ungarn, Niederlanden, Polen, Belgien und Frankreich stammten. Sie wurden aus Auschwitz nach Liebau gebracht. Im Lager starben 10 Frauen.
Die Frauenhäftlinge arbeiteten in 3 Rüstungsbetrieben in Liebau: in der Firma Fa. Nordland GmBH, bei der Produktion von Panzer- und Schneeketten, in der ehemaligen Möbelfabrik Kurt Laske bei der Herstellung von Munitionskisten und in der Firma Heinz Wendt Maschinenfabrik bei der Produktion von Flugzeugsteilen. In letzten Wochen der Lagerfunktionierung mussten die Frauenhäftlinge Feld- und Bauarbeiten auf einem Flughafen leisten.
Das Lager wurde nicht evakuiert. Die Frauen wurden am 8. Mai 1945 von der Roten Armee befreit.

Ludwigsdorf

FAL Ludwigsdorf wurde im Juli 1944 eingerichtet. Das Lager befand sich im Tal am Stadtrand Ludwigsdorf (poln. Ludwikowice Kłodzkie), mit einem Wald und Bergen umgegeben. Früher, mindestens von Juni 1942 funktionierte in denselben Baracken das Zwangsarbeitslager für Juden, die sog. Organisation Schmelt. Im Lager gab es sowohl Frauen als auch Männer. Im Juli 1944 wurde das Lager in ein Nebenlager des KL Gross-Rosen für Frauen umgewandelt; die Männer wurden deportiert und auf ihre Stelle kamen neue Transporten mit Frauen. Im FAL Ludwigsdorf gab es zirka 600 Frauen jüdischer Herkunft, die hauptsächlich aus Polen und Ungarn sowie in geringerer Zahl aus Niederlanden kamen. Die Frauenhäftlinge waren in der Munitionsfabrik Dynamit AG und Mölke-Werke beschäftigt. Es war eine schwere und ungewöhnlich gesundheitsschädliche Arbeit. Die Frauen hatten ständig Kontakt mit gefährlichen Chemikalien und vor allem mit sehr gefährlichen für Gesundheit Schießpulver. Die Sterblichkeit im Lager war sehr hoch; man schätzt, dass sie sogar bis zu 300 Opfer forderte. Im Januar 1945, nach der Produktionseinstellung in der Fabrik, mussten die Frauenhäftlinge Panzergräben aushauen und Befestigungsanlagen errichten.
Mitte April 1945 wurde ein Teil der Frauenhäftlinge ins Nebenlager Gross-Rosen in Görlitz evakuiert. Am Platz wurden kranke und marschunfähige Frauen gelassen; in der Nacht vom 8. zum 9. Mai 1945 wurden die Häftlinge von der Roten Armee befreit.

Mährisch Weisswasser

FAL Mährisch Weißwasser (Bila Voda, in Tschechien) entstand im September 1944. Im Lager gab es aus Auschwitz gebrachte Jüdinnen, die aus Ungarn, Polen, Rumänien und Frankreich stammten. Die Frauen arbeiteten für Firma Telefunken. Im November 1944 wurden ca. 200 Frauen beschäftigt.
Am 8. Mai wurden die Frauenhäftlinge befreit.

Märzbachtal (Riese)

Merzdorf

FAL Merzdorf (poln. Marciszów) wurde im August 1944 errichtet. Jedoch, seit 1942 existierte in Merzdorf das Zwangsarbeitslager für Juden, die sog. Organisation Schmelt. Im Lager waren Frauen aus Dombrowär Kohlenbecken inhaftiert. Im Sommer 1944 nach der Lagerübernahme durch Kommandantur des KL Gross-Rosen führte man eine Selektion durch, und arbeitsfähige Frauen wurden die ersten Frauenhäftlinge des FAL Merzdorf. Das Lager befand sich im vierten Stock der Leinenwerke Kramsta-Methner und Frahne AG in Merzdorf. Mindestens 400 Frauen jüdischer Herkunft, die zum Teil aus Polen zum Teil aus Ungar, Österreich, Tschechoslowakei und Deutschland stammten, waren im Lager inhaftiert. Die grundsätzlichen Häftlingstransporte nach Merzdorf kamen aus dem KL Auschwitz. Die Frauenhäftlinge waren in der Weberei und Flachsspinnerei der Firma Kramsta-Methner und Frahne AG beschäftigt. Die genaue Opferzahl ist unbekannt. Man schätzt, dass bis Ende 1944 etwa 10 Frauen (7 schwerkranke und 3 schwangere) – vermutlich zur Hinrichtung – abtransportiert wurden und weitere einige Frauenhäftlinge im Jahre 1945 im Revier starben.
FAL Merzdorf war nicht evakuiert; am 8. Mai 1945 wurden die Frauen von Russen befreit.

Mittelsteine

FAL Mittelsteine wurde in der zweiten Augusthälfte 1944 am Rand der Ortschaft Mittelsteine (poln. Ścinawka Średnia) errichtet. Im Lager gab es ungefähr 400 Jüdinnen, größtenteils aus Polen und Ungarn. Die meisten Frauenhäftlinge waren in dem örtlichen Zweigbetrieb der Firma Fa. Albert Patin, Werkstätten für Fernsteuerungstechnik aus Berlin, bei der Munitionsherstellung beschäftigt. Die Frauen arbeiteten auch beim Bunkerbau für die Munitionsfabrik sowie auf dem Lagergelände.
Im April 1945 wurde das Lager aufgelöst und die Frauenhäftlinge evakuiert: die Polinnen nach Grafenort (poln. Gorzanów), wo ein neues Lager eingerichtet wurde und die Ungarinnen in das FAL Mährisch Weißwasser (Bila Voda, in Tschechien).

Morchenstern

FAL Morchenstern entstand am 19. Februar 1945 (Smržovka, in Tschechien), als ein Transport von 300 Frauenhäftlingen aus dem evakuierten Nebenlager KL Gross-Rosen – FAL Zillerthal-Erdmannsdorf in Morchenstern eintraf. Die Frauen waren wahrscheinlich in einem Fabrikgebäude untergebracht. Sie arbeiteten in Werkstätten Mitteldeutsche Motorenwerke GmbH (MIMO), die eine Tochtergesellschaft der Auto-Union aus Taucha bei Leipzig war; die Werkstätten befanden sich in Morchenstern in der Fabrikgebäude der Firma Johann Priebsch AG und man gab ihnen den Namen Iser-Werke.
Am 15. März 1945 wurden die Frauen in das KL Mittelbau-Dora evakuiert.

Neusalz

FAL Neusalz entstand im Juni 1944, infolge der Übernahme durch das KL Gross-Rosen des Zwangsarbeitslagers für Juden, der sog. Organisation Schmelt. Es wurde in der Nähe der Fabrik Gruschwitz Textilwerke AG in Neusalz (poln. Nowa Sól) errichtet. Im Lager gab es etwa 900 Jüdinnen, die aus Polen, Tschechien und Deutschland stammten. Die Frauenhäftlinge arbeiteten vor allem in der Fabrik Gruschwitz Textilwerke AG, bei der Herstellung von Faden, aber auch sie wurden bei dem Laienbau und dessen Ernte und bei der Munitionsverladung auf Wagen eingesetzt.
Am 1. Januar 1945 wurde das Lager evakuiert; am Ort blieben nur kranke Frauenhäftlinge, deren weiteres Schicksal unbekannt ist. Die Evakuierungskolonne traf schließlich um Mitte März 1945 in das KL Bergen-Belsen ein.

Niederoderwitz

AL Niederoderwitz entstand in den ersten Januartagen 1945, in Niederoderwitz (Sachsen, Deutschland) einige Dutzend Kilometer nordwestlich von Zittau entfernt. Am 6. Januar 1945 wurden 140 aus dem KL Flossenbürg gebrachte ungarische Juden inhaftiert. Die Häftlinge waren zur Arbeit im Konzern Osram bestimmt. Sie sollten in der unterirdischen Fabrik Osram in Leitmeritz (in Tschechien) arbeiten; zu dieser Arbeit wurden die Häftlinge bei Osram Apparatebau GmbH in Niederoderwitz angelernt.
Am 23. Februar 1945 wurden die Häftlinge nach Leitzmeritz gebracht.

Niesky

AL Niesky befand sich am Stadtrand Niesky (Deutschland) in der Nähe eines Walds. Das Lager wurde Mitte 1944 eingerichtet. Der erste Häftlingstransport traf aus dem Hauptlager Gross-Rosen in den letzten Julitagen oder in den ersten Augusttagen 1944 in Niesky ein. Die Häftlinge waren ausschließlich Männer – Polen, Russen, Juden, Jugoslawen, einige Tschechien und Franzosen. Zunächst lebten im Lager etwa 600 Häftlinge, dann vergrößerte man die Häftlingszahl bis zu 1000-1200 Personen. Die Sterblichkeit im Lager war sehr hoch, im Winter 1944/45, jeden Tag starben einige Dutzend Häftlinge. Wie hoch die Sterblichkeit im Lager war, kann man auch daraus erschließen, dass nach Angaben der ehemaligen Häftlinge ein Mal im Monat etwa 100-150 Personen nach Niesky gebracht wurden, um den Häftlingstand bis zu 1000 Personen zu ergänzen.
Die Häftlinge waren in Metallwerken Christoph und Unmack AG beschäftigt, die zum Kruppkonzern gehörten. Die Häftlinge arbeiteten vor allem beim Zerlegen und Reparieren von geschädigten, beschossenen oder alten Personen- und Güterwaggons sowie auch beim Waggonumbau in Loren und offene Plattformen, auf denen Flakgeschütze angebracht wurden.
Im Februar 1945 kam es zur Lagerevakuierung. Der Evakuierungsmarsch dauerte bis Ende Februar 1945, als die Häftlinge nach Brandhofen eintrafen, wo die Häftlingskolonne gestoppt und wo ein neues Lager errichtet wurde. Während des Todesmarsches wurden schwache und marschunfähige Häftlinge erschossen und in den Wäldern begraben.
Im Lager blieben kranke marschunfähige Häftlinge. AL Niesky wurde am 18. April 1945 von der 2. Armee des Polnischen Heeres befreit.

Nimptsch

AL Nimptsch funktionierte mindestens vom 1. Dezember 1944. Das Lager befand sich in der Nähe der Ortschaft Nimptsch (poln. Niemcza). Die Häftlinge waren Männer meistens polnischer Herkunft. Im Januar 1945, in einem Transport mit 150 Häftlingen aus dem Stammlager Gross-Rosen trafen Facharbeiter verschiedener Berufsrichtungen: Maurer, Zimmerleute, Dachdecker, Elektriker und andere nach Nimptsch ein. Die Häftlinge waren für verschiedene Vollendungsarbeiten auf dem Lagergelände eingesetzt, wahrscheinlich arbeiteten sie auch in einer Metallfabrik.
Am 25. oder 27. Januar 1945 wurden die Häftlinge ins AL Langenbielau evakuiert, wo sie ihre verwaltungsmäßige Eigenständigkeit als „Kommando Nimptsch” behielten, wurden in einer abgetrennten und mit Draht umzäunten Baracke untergebracht. Ein Teil von ihnen erlebte in Langenbielau ihre Befreiung.

Ober Altstadt

FAL Ober Altstadt (Hořejši Staré Město, in Tschechien) entstand am 18. März 1944 infolge der Übernahme durch das KL Gross-Rosen des Zwangsarbeitslagers für Juden, der sog. Organisation Schmelt. Im Lager lebten Jüdinnen größtenteils aus Polen und Ungarn. Im November 1944 betrug die Häftlingszahl 950 Personen. Die Frauenhäftlinge arbeiteten in Leinenwerken der Firma Ignatz Etrich und J.A Kluge sowie bei der Herstellung von Motoren bei Siemens Motorenwerke Jungbuch.
Das Lager wurde am 5. oder 8. Mai 1945 befreit.

Ober Hohenelbe

FAL Ober Hohenelbe befand sich in dem nördlichen Stadtteil Ober Hohenelbe (Hořejši Vrchlabi, in Tschechien), an der Landstraße von Vrchlabi nach Spindlerovy Młyn. Es entstand am 12. September 1944, als ein Transport mit 250 Frauenhäftlingen aus dem KL Auschwitz nach Ober Hohenelbe eintraf. Im November 1944 kamen etwa 150 Jüdinnen aus Ungran und Slowakei und auch aus dem KL Auschwitz nach Ober Hohenelbe an. Im Lager lebten im November 1944 etwa 400 Frauenhäftlinge. Es fehlen Angaben zur Sterblichkeit der Gefangenen, es ist nur bekannt, dass viele Frauenhäftlinge an Tuberkulose erkrankt waren. Die Frauen arbeiteten bei der Herstellung von Radioteile und Munition in Betrieben der Firma Lorenz AG.
Das Lager wurde zwischen dem 5. und 9. Mai 1945 befreit.

Parschnitz

FAL Parschnitz wurde auf dem Fabrikgelände im nördlichen Teil Parschnitz (Pořiči, in Tschechien) eingerichtet. Es entstand Mitte März 1944 infolge der Übernahme durch das KL Gross-Rosen des Zwangsarbeitslagers für Juden (ZALfJ), der sog. Organisation Schmelt. Im November 1944 lebten im Lager 1400 Frauen, größtenteils Jüdinnen aus Polen und Ungarn. Die Frauenhäftlinge arbeiteten in den Textilbetrieben Alois Haase, Ignatz Etrich, J.A. Kluge, in der Textilfabrik C.G. Walzel, aber auch waren sie bei der Herstellung von Motoren, Zünder und Teile von Seeminen in den Werken AEG beschäftigt. Am Ende des Krieges wurden die Frauenhäftlinge bei der Befestigungsarbeiten in Umgebung Parschnitz eingesetzt. Das Lager wurde am 8. oder 9. Mai 1945 befreit.

Peterswaldau

FAL Peterswaldau wurde in einem Palast in Peterswaldau (poln. Pieszyce) eingerichtet. Ein Teil der Häftlinge wurde auch in einer Fabrikhalle der Textilfirma F. Hasse untergebracht. Das Lager entstand Ende März/Anfang April 1944 infolge der Übernahme durch das KL Gross-Rosen des Zwangsarbeitslagers für Juden (ZALfJ) der sog. Organisation Schmelt.
Im Lager lebten etwa 1000 Jüdinnen polnischer, ungarischer, französischer und holländischer Herkunft. Die Frauenhäftlinge arbeiteten in den Textilbetrieben F.G. Alter, Ferdinand Hasse und in der Rüstungsfabrik Karl Diehl bei der Munitionsherstellung.
Das Lager wurde am 8. Mai 1945 befreit.

Rauscha

Am 15. Dezember 1944 entstand in Rauscha (Oberlausitz, Deutschland) das Arbeitskommando des AL Bunzlau I, des Nebenlagers KL Gross-Rosen. Im Lager lebten 24 aus dem AL Bunzlau gebrachte Männer jüdischer Herkunft. Das Kommando wurde errichtet, um Arbeitskräfte im Munitionsmagazin zu sichern. Die Häftlinge waren zunächst zum Bau von Zufahrts- und Innerstraßen eingesetzt, dann bei der Einrichtung des Magazins und dessen Bedienung.
Am 16. Februar 1945 wurden die Häftlinge evakuiert. Sie wurden mit einem Lkw in das Nebenlager des KL Flossenburg – Flöha transportiert, wo sie am 26. Februar eintrafen. Hier wurden sie zu Transportaufgaben bei der Flugzeugsproduktion herangezogen.

Reichenau

AL Reichenau wurde in der Nähe der Betriebe Gesellschaft für Technische und Wirtschaftliche Entwicklung GmbH (GETEWENT) in Reichenau (Rychnov, in Tschechien) eingerichtet. Es entstand im März 1944. Am 18. November 1944 betrug der Häftlingsstand 300 Personen, die Mehrzahl stellten Polen, aber auch Tschechien, Franzosen, Belgier, Russen und Deutsche. Die Häftlinge arbeiteten in der Fabrik bei der Fertigung und Montage von Radios, Radar- und Funkgeräte. Etwa 100 Häftlinge mussten eine Eisenbahnlinie verlegen.
In der zweiten Februardekade 1945 traf die Kommandanturmehrheit des KL Gross-Rosen mit J. Hassebroek nach Reichenau ein.
In der Nacht vom 7. zum 8. Mai 1945 unternahm man einen Versuch der Lagerevakuierung, aber nach ein paar Kilometer wurden die Häftlinge wieder ins Lager zurückgeführt, wo sie ihre Freiheit wiedergewannen.

Reichenbach

FAL Reichenbach wurde am 24. August 1944 oder im November 1944 (das genaue Datum bleibt unbekannt) in Reichenbach (poln. Dzierżoniów) eingerichtet. Baracken, in denen Frauenhäftlinge untergebracht waren, befanden sich wahrscheinlich an der heutigen Brzegowastraße. Im Lager lebten etwa 450 Frauen, größtenteils niederländische Jüdinnen, die mit einem Transport aus dem KL Auschwitz durch das Hauptlager Gross-Rosen kamen. Die Frauenhäftlinge arbeiteten für die Firma Telefunken bei der Herstellung von Radiolampen.
Am 18. Februar 1945 kam es zur Lagerevakuierung, anfänglich zu Fuß nach Parschnitz (Pořiči, in Tschechien), dann mit der Bahn durch Bergen-Belsen nach Porta Westfalica – das Nebenlager des KL Neuengamme.

Rennersdorf

AL Rennersdorf entstand am 20. Februar 1945, als der Evakuierungsmarsch aus dem AL Görlitz nach Rennersdorf (Sachsen, Deutschland) eintraf. Hier wurde die Evakuierung gestoppt und ein neues Lager errichtet. Es wurde in Gebäuden des Pferdgestüts eingerichtet. Die Häftlinge waren zu Schanzarbeiten sowie zur Herstellung von Panzersperren eingesetzt. Während ein paar Wochen der Lagerfunktionierung gab es in Rennersdorf mindestens 10 Todesfälle. Die umgebrachten Häftlinge wurden auf dem Ortsfriedhof beigesetzt.
Am 8. März 1945, nachdem sich die Frontlage im Vorstadt Görlitz stabilisiert hatte und die Stadt zur Festung ausgebaut werden sollte, kamen die Häftlinge nach Görlitz zurück und wurden zu Befestigungsarbeiten eingesetzt.

Riese

Sackisch

FAL Sackisch wurde Ende August/Anfang September 1944 errichtet. Das Lager befand sich in einem riesigen Lagerkomplex (hier waren es auch Kriegsgefangen- und Zwangsarbeitslager), das sich auf einer Länge von 2 Km entlang des Wegs zwischen Sackisch (poln. Zakrze) und Bad Kudowa (poln. Kudowa Zdrój) erstreckte. Im Lager lebten mindestens 950 Frauenhäftlinge, die mit einigen Transporten aus dem KL Auschwitz gebracht wurden. Es waren Jüdinnen aus Polen, Ungarn, Tschechien und Jugoslawien. Fast alle Frauenhäftlinge waren in den Vereinigten Deutschen Metallwerken (VDM) beschäftigt, auf dem Gelände der ehemaligen Textilbetriebe der Gesellschaft C. Dierig, wo sie Flugzeugsteile herstellten. Die genaue Opferzahl bleibt unbekannt. Es bewahren sich nur 16 Berichte über Todesfälle der Frauenhäftlinge, die in der Nähe der örtlichen Kirche begraben wurden.
Das FAL Sackisch wurde nicht evakuiert. Im April 1945 stellte die Firma VDM Produktion ein und Frauenhäftlinge wurden zum Teil beim Straßenbau auf dem Gebiet damaligen Protektorats Böhmen und Mähren, zum Teil zu Arbeiten für die örtliche deutsche Bevölkerung in der Landwirtschaft eingesetzt.
Am 8. Mai 1945 teilte die Kommandoführerin der Frauenhäftlinge mit, dass sie frei sind. Dann wurden sie zur tschechisch-deutschen Grenze in Nachod von SS-Männern begleitet und den Tschechen übergeben.

Säuferwasser (Riese)

Schatzlar

FAL Schatzlar wurde auf dem Betriebgelände Bühl und Sohne in Schatzlar (Žacléř, in Tschechien) eingerichtet. Das Lager entstand in der ersten Hälfte 1944, wahrscheinlich im März, infolge der Übernahme durch das KL Gross-Rosen des Zwangsarbeitslagers für Juden (ZALfJ), der sog. Organisation Schmelt. Im Lager waren etwa 150 Frauen meistens Jüdinnen aus Polen aber auch aus Ungarn. Sie arbeiteten in der Spinnerei der Firma Bühl u. Sohne.
Das Lager wurde am 8. Mai 1945 befreit.

Schertendorf

AL Schertendorf wurde in einem Wald in der Nähe Schertendorf (poln. Przylep) bei Grünberg (poln. Zielona Góra) eingerichtet. Das Lager entstand im Oktober 1944. Die Häftlinge waren Juden, die größtenteils aus Ungarn stammten. Sie arbeiteten in Grünberg für die Firma Beuchelt&Co. bei der Herstellung von Eisenbahnwaggons.
Ende Februar 1945 wurde das Lager evakuiert. Die Häftlinge wurden in das KL Bergen-Belsen gebracht.

Schlesiersee I

FAL Schlesiersee I entstand im Oktober 1941. Es wurde in Schlesiersee (poln. Sława Śląska) im östlichen Vorwerk „Neue Vorwerk“ eingerichtet. Im Lager lebten Frauen jüdischer Herkunft aus Polen und Ungarn. Die genaue Zahl der Frauenhäftlinge ist unbekannt, aber es gab nicht weniger als 500 und nicht mehr als 1000 Frauen. Die Lagerinsassinnen wurden in der Firma Kraus beim Ausheben von Panzergräben und Befestigungsbau eingesetzt. Die vollständige Zahl der Toten im Lager bleibt ungeklärt. Es ist nur bekannt, dass viele Opfer Evakuierungsmarsch forderte. Nach dem Krieg wurde ein Grab in der Nähe des Dorfes Stary Jaromir entdeckt, aus welchem 41 Tote exhumiert wurden.
Am 21. Januar 1945 wurde das Lager aufgelöst und die Frauenhäftlinge evakuiert; zunächst zu Fuß in das AL in Grünberg, dann nach Flossenbürg – in das Nebenlager in Helmbrechts, wo sie in der ersten Märzdekade 1945 eintrafen.

Schlesiersee II

FAL Schlesiersee II entstand im November 1944. Es wurde in der Nähe Pürschkau (poln. Przybyszów) im westlichen Vorwerk, genannt „Bänisch”, eingerichtet. Im Lager lebten Frauen jüdischer Herkunft aus Polen und Ungarn. Die genaue Zahl der Frauenhäftlinge ist unbekannt, aber es gab nicht weniger als 500 und nicht mehr als 1000 Frauen. Die Lagerinsassinnen waren beim Befestigungsbau und Ausheben von Panzergräben beschäftigt. Die vollständige Zahl der Toten im Lager bleibt ungeklärt. Es ist nur bekannt, dass viele Opfer Evakuierungsmarsch forderte.
Am 21. Januar 1945 wurde das Lager aufgelöst und die Frauenhäftlinge sowohl aus Schlesiersee I als auch Schlesiersee II wurden zunächst nach Grünberg evakuiert, dann in das KL Bergen-Belsen, wo sie Ende Februar 1945 eintrafen.

Schotterwerk (Riese)

St. Georgenthal

FAL St. Georgenthal (Jiřetin, in Tschechien) entstand vor dem 11. November 1944. Im Lager lebten mindestens 50 Frauenhäftlinge, die von der Firma Sicht- u. Zerlegwerke GmbH bei der Demontage der gestürzten Flugzeuge beschäftigt waren.
Am 9. Mai 1945 wurde das Lager befreit.

St. Georgenthal II

FAL Sankt Georgenthal II entstand im Februar 1945, als 300 ungarischen Jüdinnen im Fabrikgebäude der Firma „Anton Schulze Jr.” untergebracht waren. Diese Lagerinsassinnen waren am 18.01.1945 aus dem FAL Gebhardsdorf und dem FAL Gräflich-Röhrsdorf evakuiert worden. Die Frauenhäftlinge arbeiteten in der Firma „Anthon Schulze Jr.” bei der Produktion von Flugzeugsteilen.

Die Frauen wurden am 8. Mai 1945 von der Roten Armee befreit

Tannhausen (Riese)

Treskau

AL Treskau entstand spätestens im August 1943. Es wurde auf dem Gebiet der ehemaligen Anstalt für Geistkranke in Treskau (poln. Owińska) errichtet, wo während des Zweiten Weltkriegs die Junkerschule SS funktionierte. Die Häftlinge waren in den Kellerräumen der Junkerschule untergebracht. Im Lager befanden sich ca. 100 Männer überwiegend Polen, Russen aber auch Tschechen, Ukrainer und Deutsche. Die Häftlinge arbeiteten vor allem am Bau von Nebengebäuden der Junkerschule sowie am Bau eines Pferdestalls, einer überdachten Reitbahn, Garagen, eines Kinos und eines Kaninchengeheges. Die kleineren Arbeitskommandos beschäftigten sich mit Gelegenheitsarbeiten in der Umgebung von Posen und Treskau – auf dem Gelände des Feldflughafens in Bednary.
Das Lager wurde am 20. Januar 1945 aufgelöst. Die Evakuierung der Häftlinge erfolgte zuerst zu Fuß nach Posen und dann mit der Eisenbahn ins KL Sachsenhausen.

Waldenburg

AL Waldenburg wurde Ende September/Anfang Oktober 1944 in der Vorstadt des Stadtparks von Waldenburg (poln. Wałbrzych), im Hainstadtviertel errichtet.
Im Lager waren etwa 650 jüdische Männer hauptsächlich aus Polen. Es gab aber auch kleinere Häftlingsgruppen von niederländischen, belgischen, französischen, deutschen und ungarischen Juden. Im Lager starben 6 Häftlinge, die auf dem Jüdischen Friedhof in Waldenburg begraben sind.
Die Häftlinge arbeiteten beim Ausbau der Fabrik für synthetisches Benzin in Waldenburg. Die Häftlingsarbeit wurde auch durch die Firmen wie: Albert Hof- Tiefbau, Philipp Holyman, IG Farben, Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft, Synthetische Benzin-Fabrik Mathildehöhe ausgenutzt. Zur Evakuierung dieses Lagers kam es nicht, obwohl diese zum Ende des Kriegs vorbereitet war. Am 8. Mai 1945 flohen die Lagerführer und SS-Mannschaften aus dem Lager. Einige Stunden nach ihrer Flucht, besetzten die Soldaten der Roten Armee das Lager in Waldenburg.

Weisswasser

FAL Weißwasser wurde am 15. September 1944 in dem Ort Weißwasser (Deutschland) errichtet. Im Lager gab es ca. 300 jüdische Frauen aus Ungarn. Die Frauenhäftlinge arbeiteten für die Firma Valvo-Röhrenwerke, die sich in den Gebäuden der Glasfabrik Weißwasser befand, bei Herstellung von Glühradiolampen.
In der dritten Februardekade 1945 kam es zur Evakuierung des Lagers. Die Frauen kamen in das KL Neuengamme – AL Horneburg.

Wiesau

FAL Wiesau (poln. Wizów koło Bolesławca – Wiesau bei Bunzlau) wurde im September 1944 errichtet. Es gab in diesem Lager etwa 500 aus Ungarn stammenden Jüdinnen, die für die Arbeit in der Munitionsfabrik Küppers eingesetzt waren.
Im Januar 1945 wurden alle Lagerinsassinnen evakuiert.

Wolfsberg (Riese)

Wüstegiersdorf (FAL)

FAL Wüstegiersdorf wurde im April oder im Mai 1944 auf dem Gelände der Textilindustrie errichtet, wo die Firma Krupp aus Essen nach Wüstegiersdorf (poln. Głuszyca) verlagert wurde. Im Lager gab es ca. 200 kroatische und ungarische Jüdinnen. Die Frauen arbeiteten in der Firma Krupp bei der Herstellung der Anzünder.
Am 8. Mai 1945 wurden die Lagerinsassinnen befreit.

Wüstegiersdorf (Riese)

Wüstewaltersdorf (Riese)

Zillerthal-Erdmannsdorf

FAL Zillerthal-Erdmannsdorf (poln. Mysłakowice) entstand Ende Mai/Anfang Juni 1944, infolge der Übernahme von dem KL Gross-Rosen des Zwangsarbeitslagers für Juden, der sog. Organisation Schmelt. Im Lager waren polnische Jüdinnen, die aus dem Durchgangslager in Sosnowiec kamen.
Mit den nächsten Transporten, größtenteils aus Auschwitz, kamen weitere ungarische Jüdinnen, so dass die Häftlingszahl im Lager auf etwa 500 anstieg. Die inhaftierten Frauen mussten in der Weberei, Spinnerei und Spülerei der Erdmannsdorfer Leinenfabrik AG arbeiten.
Am 17. Februar 1945 wurden die Frauenhäftlinge evakuiert. Eine Gruppe der Häftlinge kam in das Außenlager des KL Gross-Rosen – AL Gablonz, und die andere Gruppe wurde nach Morchenstern (Smržovka, in Tschechien) getrieben, wo für sie ein neues Lager errichtet wurde.

Zittau

FAL Zittau wurde am 28. Oktober 1944 in der Ortschaft Klein Schönau (poln. Sieniawka), zwei Kilometer östlich vom Zittau, als Außenlager von Gross-Rosen errichtet. Im Lager gab es Jüdinnen vor allem aus Polen und Ungarn.
Die Frauen arbeiteten in Zittwerke AG bei der Produktion von Flugzeugteilen und Munition.
Im Februar 1945 kamen nach Zittau auch die Männer im Zuge der Evakuierungen aus Auschwitz und einigen Nebenlager des KL Gross-Rosen. Die arbeitsfähigen Häftlinge wurden für die Arbeit in der Fabrik der Zittauer Werke zugeteilt.
Sowohl Frauen als auch Männer wurden am 8. Mai 1945 befreit.