Geschichte des KL Gross-Rosen

Das Konzentrationslager Gross-Rosen ist im August 1940 als ein Nebenlager des Konzentrationslagers Sachsenhausen eingerichtet worden. Seine Insassen waren für die harte Arbeit im örtlichen Granitsteinbruch bestimmt, welcher der SS-Firma DESt gehörte. Der erste Transport von Häftlingen kam am 2. August 1940 an.

Am 1. Mai 1941 bekam das Arbeitslager Gross-Rosen den Status eines eigenständigen Konzentrationslagers. In den ersten zwei Jahren seines Bestehens war Gross-Rosen ein eher kleines Lager, hauptsächlich auf die Produktion im Steinbruch beschränkt. Die erschöpfende 12-stündige Arbeit im Steinbruch, die Hungerration an Nahrung, das Fehlen medizinischer Betreuung, andauernde Misshandlung und Terrorisierung der Häftlinge durch die SS wie durch Funktionshäftlinge verursachten eine hohe Sterblichkeitsrate, und Gross-Rosen war als eines der schlimmsten Konzentrationslager bekannt.

Eine starke Vergrößerung erfuhr das Lager im Jahr 1944, und im gleichen Jahr änderte sich auch sein Charakter. Neben dem Stammlager in Gross-Rosen wurden zahlreiche Nebenlager eingerichtet (etwa 100). Diese waren hauptsächlich auf dem Gebiet Niederschlesiens, dem Sudetenland und dem Mittelodergebiet eingerichtet. Die größten Nebenlager waren: AL Breslau, AL Fünfteichen, AL Dyhernfurth, AL Landeshut und der Komplex von Nebenlagern der im Eulengebirge eingerichtet wurde (AL Riese).

Durch das Lager und seine Nebenlager gingen ungefähr 125.000 Häftlinge, unter ihnen auch unregistrierte (z.B. 2500 sowjetische Kriegsgefangene). Die größten Nationalitätengruppen im Lager waren Juden (Staatsbürger verschiedener europäischer Länder), Polen und Bürger der ehemaligen Sowjetunion. Die Zahl der Opfer des KL Gross-Rosen beträgt in etwa 40.000.
Vom Herbst 1943 bis Februar 1945 befand sich auf dem Gelände des ehemaligen KL Gross-Rosen das Arbeitserziehungslager (AEL) der Gestapostelle in Breslau, durch welches 4200 Häftlinge gingen.