Riese

Siehe Karte der Nebenlager
wurde am Hang des Berges in der Nähe des Schlosses Fürstenstein (poln. Książ) bei Waldenburg (poln. Wałbrzych) errichtet. wurde in der Nähe des Dorfes Falkenberg (poln. Sokolec) in der Siedlung Eule (poln. Sowina) errichtet. wurde in der Nachbarschaft  der Bahnstation von Oberwüstegiersdorf (poln. Głuszyca Górna) errichtet. wurde in den Gebäuden der ehemaligen Teppichfabrik in Dörnhau (poln. Kolce) errichtet. wurde an einem Berghanghang nahe des Baches Säuferwasser (poln. Kłobia, in Eulengebirge) errichtet. wurde am Abhang eines Berges südlich der Straße zwischen Wüstegiersdorf (poln. Głuszyca) und dem Dorf Kaltwasser (poln. Zimna) errichtet. wurde in einem Wald am Bergabhang, im Tal Grosser Märzbachtal (poln. Marcowy Potok Duży) bei Wüstegiersdorf (poln. Głuszyca) errichtet. in den Gebäuden und Anlagen der Fabrik Stöhr in Wüstegiersdorf (poln. Głuszyca) errichtet. wurde auf einer Waldwiese, am Bergabhang von Ramenberg (poln. Soboń) errichtet. wurde in der Ortschaft Wüstewaltersdorf (poln. Walim) errichtet. wurde in der Ortschaft Wüstewaltersdorf (poln. Walim) errichtet. Zentralkrankenrevier – wurde in der Ortschaft Tannhausen (poln. Jedlinka Zdrój) errichtet. wurde im Dorf Erlenbusch (poln. Olszyniec) errichtet. wurde  in den  Räumen der Fabrik Websky in Tannhausen (poln. Jedlinka Zdrój) errichtet.

The codename “AL Riese”, served as a cover for a system of concentration camps subordinated to KL Gross- Rosen which were located in the massif of Eulengebierge (Sowie Mountains), and had a common administration and headquarters with its seat in the camp Wüstegiersdorf. AL Riese, which consisted of 13 camps and a camp hospital, was established in connection with building another quarters for Adolf Hitler.

Through AL Riese went about 13 000 prisoners. They were all Jews from many European countries but the largest number of them was from Hungary, and Poland. Estimated number of the dead ones is 5 000 people.

Dörnhau

AL Dörnhau wurde in den ersten Junitagen 1944 in den Gebäuden der ehemaligen Teppichfabrik in Dörnhau (poln. Kolce) eingerichtet. Im Lager waren Männer größtenteils jüdischer Herkunft, die aus Griechenland, Polen und Ungarn stammten. Die Häftlinge bauten Straßen, Brücken, Kanalisationen und arbeiteten bei der Waggonentladung. Ende August 1944 begann das Lager die Funktion des Sammelreviers für die schwerkranken Häftlinge aus dem ganzen Riese Komplex zu erfüllen. Zwischen dem 1. August 1944 und 7. Mai 1945 befanden sich im Revier mindestens 4334 Personen.
Am 8. Mai 1945 gewannen die Häftlinge ihre Freiheit wieder. Direkt nach der Befreiung wurde im Lager ein Krankenhaus für die ehemaligen Häftlinge eingerichtet.

Erlenbusch

AL Erlenbusch wurde im Mai 1944 auf einer etwa einen Hektar großen Wiese im Dorf Erlenbusch (poln. Olszyniec) errichtet. Die Häftlinge waren polnische und ungarische Juden. Sie arbeiteten an einem Nebengleis der Bahn bei der Entladung von Baumaterialien. Darüber hinaus führten sie Erdarbeiten aus, die der Vorbereitung für den Bau von Wasserleitungen in der Region Saal Berg (poln. Jedlińska Kopa) und Wolfsberg (poln. Włodarz) dienten.
In ersten Maitagen 1945 gewannen die Häftlinge ihre Freiheit wieder.

Falkenberg

AL Falkenberg wurde in der Nähe des Dorfes Falkenberg (poln. Sokolec) in der Siedlung Eule (poln. Sowina) errichtet. Das Lager entstand Ende April/Anfang Mai 1944. Im Lager befanden sich bis zu 1500 Männer jüdischer Herkunft, die aus Polen, Ungarn und Griechenland stammten. Zur Hauptbeschäftigung der Häftlinge gehörte vor allem Stollenaushöhlen am nördlichen und östlichen Hang des Schindelbergs (poln. Gontowa). Außerdem führten die Gefangenen mit dem Wegebau in der Richtung des Schindelbergs verbundene Arbeiten aus.
Anfang Februar 1945 kam es zur Lagerevakuierung. Die Häftlinge liefen in das benachbarte AL Wolfsberg, wo sie nach einem mehrtägigen Aufenthalt mit den dortigen Gefangenen weitergeschickt wurden.

Fürstenstein

AL Fürstenstein wurde am Hang des Berges in der Nähe des Schlosses Fürstenstein (poln. Książ) im Mai 1944 eingerichtet. Die Häftlinge waren Juden, polnischer, ungarischer und griechischer Herkunft. Ihre Hauptaufgabe bestand darin, die Stollen unter dem Schloss zu bauen. Darüber hinaus arbeiteten sie bei der Entladung von Baumaterialien.
Um den 16. Februar 1945 kam es zur Lagerevakuierung. Die Häftlinge trafen zu Fuß nach Trautenau (Tschechien) und dann in Waggons nach Flossenburg ein.

Kaltwasser

AL Kaltwasser wurde am Abhang eines Berges südlich der Straße zwischen Wüstegiersdorf (poln. Głuszyca) und dem Dorf Kaltwasser (poln. Zimna) errichtet. Das Lager entstand Ende August 1944. Die Häftlinge waren Juden polnischer Herkunft. Sie wurden zu Kanalisationsarbeiten, bei dem Verlegen von Schienen und der Waggonentladung mit Zement eingesetzt.
Das Lager wurde um den 18. Dezember 1944 aufgelöst. Ein Teil der Häftlinge wurde ins Revier des AL Tannhausen (poln. Jedlinka Zdrój) verlegt, ein Teil ? in das AL Wolfsberg (poln. Włodarz), und ein Teil in das neu errichtete Lager in Lärche (am Fuß des Ramenberg, poln. Soboń).

Lärche

AL Lärche wurde auf einer Waldwiese, am Bergabhang von Ramenberg (poln. Soboń) eingerichtet. Das Lager existierte von der zweiten Dezemberhälfte 1944, als die Häftlinge aus dem aufgelösten Lager in Kaltwasser nach Lärche überstellt wurden.
Die Häftlinge bauten Straßen, Gleisanlagen für die Schmalspurbahn und eine Wasserleitung in der Nähe des Bergs Ramenberg und sie schlugen Stollen.
Am 8. Februar 1945 wurde das Lager aufgelöst. Die Häftlinge wurden zu Fuß ins Nebenlager des KL Gross-Rosen in Märzbachtal gebracht, wo sie bis zu seiner Evakuierung blieben.

Märzbachtal

AL Märzbachtal wurde in einem Wald am Bergabhang, im Tal Grosser Märzbachtal (poln. Marcowy Potok Duży) errichtet. Das Lager entstand Ende April oder Anfang Mai 1944. Es waren etwa 700 Männer inhaftiert; vor allem Juden, polnische und ungarische Bürger. Ein Teil der Häftlinge arbeitete beim Abholzen von Wald, andere Häftlingsgruppe beim Bau der Straßen, Brücken und Meliorationsgräben in der Nähe des Bergs Ramenberg (poln. Soboń).
Am 14. oder 15. Februar wurde das Lager evakuiert. Die Häftlinge trafen in das KL Flossenbürg ein, wo sie am 25. Februar zum Lagerverzeichnis aufgenommen wurden.

Säuferwasser

AL Säuferwasser wurde an einem Berghanghang nahe des Baches Säuferwasser (poln. Kłobia, in Eulengebirge) eingerichtet. Es bestand mindestens von Anfang August 1944. Die Häftlinge waren Juden aus Polen, Ungarn und Griechenland, die zum Bau von oberirdischen Gebäuden, Wassertanks und Wohngebäuden in der Nähe der Bergspitze Säufer Höhen (poln. Osówka), Entwässerungsgräben, Wasserleitung von dem Großen Eulenberg (poln. Wielka Sowa) auf Säufer Höhen, Straßen und Gleisanlagen für die Schmalspurbahn herangezogen wurden. Sie waren auch zum Stollenbau im Säufer Höhen beschäftigt.
Um den 15. Februar 1945 wurde das Lager evakuiert. Am Ort blieben nur kranke Häftlinge, die nach ein paar Tagen ins Revier in Dörnhau (poln. Kolce) gebracht wurden. Die evakuierten Häftlinge trafen in das KL Flossenbürg ein.

Schotterwerk

AL Schotterwerk wurde in der Nachbarschaft der Bahnstation von Oberwüstegiersdorf (poln. Głuszyca Górna) Ende April oder Anfang Mai 1944 eingerichtet. Im Lager lebten etwa 1300 Jüdinnen aus Polen, Ungarn und Griechenland. Die Häftlinge arbeiteten in einem Steinbruch in Oberwüstegiersdorf, in der Schotterfabrik und beim Verladung von Baumaterialien.
Ein Teil der Häftlinge wurde der Evakuierungskolonne aus dem AL Wüstegiersdorf angeschlossen. Die anderen Häftlinge gewannen ihre Freiheit am 8. Mai 1945 wieder.

Tannhausen

AL Tannhausen wurde in den Räumen der Fabrik Websky in Tannhausen (poln. Jedlinka Zdrój) Ende April/Anfang Mai 1944 eingerichtet. Die Häftlinge waren vor allem Juden aus Griechenland, Polen und Ungarn. Am 5. Mai 1944 lebten im Lager 1200 Häftlinge. Sie arbeiteten beim Bau der Stollen und Eisenbahngleise.
Die marschfähigen Häftlinge waren aus dem AL Tannhausen evakuiert. Sie wurden zur Evakuierungskolonne aus anderen Lager des AL Riese angeschlossen. Im Lager blieben Kranke, die ihre Freiheit am 8. Mai 1945 wiedergewannen.

Wolfsberg

AL Wolfsberg wurde Anfang Mai 1944 am nordöstlichen Hang des Wolfsberges (poln. Włodarz) oberhalb des Weges zwischen Hausdorf (poln. Jugowice) und Wüstewaltersdorf (poln. Walim) errichtet. In diesem Lager befanden sich die jüdischen Häftlinge, die vor allem aus Ungarn, Polen, Griechenland, Rumänien, der ehemaligen Tschechoslowakei und dem Dritten Reich stammten. Am 22. November 1944 betrug die Zahl der Lagerinsassen 3.012.
Die Häftlinge waren beim Ausbau der Stollen im Wolfsberg und Mittelberg (Dział Jawornicki), des Wassertanks bei der Errichtung von Brücken und Gleisanlagen für die Schmalspurbahn, beim Bau der Gebäude in Hausdorf sowie bei den Kanalisationsarbeiten beschäftigt.
Am 16. Februar 1945 wurde mit der Evakuierung des Lagers angefangen. Im Lager wurden ca. 600-700 Häftlinge gelassen, wo ein Teil davon nach einiger Zeit ins AL Schotterwerk umgesetzt wurden. Die Kolonne der evakuierten Häftlinge wurde nach ein paar Tagen in zwei Gruppen geteilt. Die eine Gruppe traf nach einigen Tagen in das KL Bergen-Belsen, und die andere Gruppe in das KL Mauthausen, ein.

Wüstegiersdorf

AL Wüstegiersdorf entstand Ende April 1944 in den Gebäuden und Anlagen der Fabrik Stöhr in Wüstegiersdorf (poln. Głuszyca).
Die dort inhaftierten Häftlinge waren vor allem Juden polnischer und ungarischer Staatsangehörigkeit. Die Häftlinge arbeiteten beim Bau der Objekte im Gebiet der Berge Ramenberg (poln. Soboń) und Säufer Höhen (poln. Osówka) sowie auch bei Waldrodungen und beim Ausladen der Waggons von Lebensmitteln, Sand und Steinen.
In der zweiten Hälfte des Jahres 1945 wurde das Lager evakuiert und die inhaftierten Häftlinge gelangten ins KL Flossenburg.

Wüstewaltersdorf

AL Wüstewaltersdorf wurde auf der stillgelegten Weberei, der Websky Spinnerei, der ?Hartmann&Wiesen A.G. oder in Stenzelberg (poln.Chłopska Góra) in Wüstewaltersdorf (poln. Walim) festgelegt.
Das Lager existierte mindestens seit 21. April 1944. Die Lagerinsassen waren größtenteils Juden, die aus Griechenland stammten.

Zentralrevier Tannhausen

Zentralrevier Tannhausen (Zentralkrankenrevier) wurde in der Nachbarschaft des AL Tannhausen (poln. Jedlinka Zdrój) errichtet.
Es existierte mindestens seit November 1944 und wurde für die kranken Häftlinge aus dem Komplex Riese bestimmt, die noch relativ heilungsfähig waren.
Nach der Befreiung wurde in diesem Objekt das Krankenhaus für die ehemaligen Häftlinge organisiert.